12.06.2018 - 11:32 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Benzin liegt in der Luft

Woppenhof mutiert zum Eldorado für Zweirad-Oldtimer. Mit über 200 Teilnehmern sprengt das zweite Mopedtreffen der „Kreidler und Mopedfreunde Oberpfalz“ alle Rekorde.

Über 200 Moped-Oldtimer gingen an den Start zur Rundfahrt um den Trausnitzer Stausee . Angeführt wurde der Pulk vom Organisator Daniel Retzer auf seiner Kreidler.
von Richard BraunProfil

Bereits am zeitigen Morgen knatterten die ersten „Zweitakt-Nähmaschinen“ durch den Ort an der A6. Vom Roller, Mofa, Moped oder Motorrad war alles vertreten, was das Herz eines echten Oldtimerfans höher schlagen ließ. Eigentlich war das Treffen das siebte seiner Art. Die ersten fünf Treffen fanden immer in Michldorf statt. Aber seit der Vorsitzende Daniel Retzer seinen Wohnort nach Woppenhof verlegt hat, ist der „Schreinerhof“ das Ziel der „Mopedfreunde“.

Auch heuer ließen sich annähernd 1000 Besucher das Spektakel nicht entgehen. Um als Oldtimer anerkannt zu werden, sollten die Maschinen älter als Baujahr 1985 sein. Es ist schon erstaunlich, wie vielen dieser Gefährte die Schrottpresse erspart blieb. Eine Kreidler Florett, eine Herkules K50 oder KS80, eine Zündapp oder DKW war in den 60er Jahren der Wunschtraum der jungen Leute. Gerade bei den älteren Besuchern weckten diese Fahrzeuge die Erinnerung an ihre Jugendzeit.

Einige der Exemplare sahen aus, als ob sie gerade das Fließband verlassen hätten, andere zeigten dagegen deutliche Gebrauchsspuren. „Hauptsache es knattert noch ein wenig“ war dann auch das Motto der Veranstaltung. Pünktlich um 14 Uhr erfüllte ein Höllenlärm den Ort und blauer Benzindunst lag in der Luft. Auf seiner Kreidler startete Daniel Retzer die Rundfahrt, die über Söllitz rund um den Trausnitzer Stausee führte. Nicht alle der doch altersschwachen Vehikel erreichten nach einer guten halben Stunde wieder das Ziel. Einige mussten die Fahrt am Werkstattanhänger beenden.

Im Anschluss wartete auf die Fahrer echtes Biergartenfeeling im Schreinergarten. Bei gutem Essen und Trinken und Unterhaltungsmusik wurde noch lange gefachsimpelt, bis sich die letzten auf den Heimweg machten. Vorsitzender Daniel Retzer dankte Bürgermeister Konrad Kiener, der es sich nicht nehmen ließ, beim Mopedtreffen vorbei zu schauen, für seinen Besuch. Auch die Feuerwehr Woppenhof hat großartig mitgearbeitet und die Verpflegung der Gäste übernommen.

Mit Baujahr 1950 war diese "Johann" das älteste Gefährt beim Mopedtreffen.

Bis auf wenige Ausnahmen erreichten alle Teilnehmer der Rundfahrt wieder das Ziel im Woppenhof

Im Beiwagen von Papas Maschine hatten auch die Kleinen ihren Spaß.

Spaß und Gaudi wurden beim Mopedtreffen groß geschrieben.

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