10.04.2018 - 10:41 Uhr
Oberpfalz

Wilhelm Böllaths Verdienste

von Walther HermannProfil

Eschenbach

Polizeidienst, Verkehrswacht und Blasmusik prägten sein Leben. Zwei Tage nach seinem 81. Geburtstag verstarb am vergangenen Donnerstag (5.4.) Polizeioberkommissar a. D. Wilhelm Böllath.

Sein Dienst bei der Polizei und die damit verbundenen Erfahrungen im Straßenverkehr dürften ihn 1981 dazu bewegt haben, der Gebietsverkehrswacht Eschenbach beizutreten. Doch es lieb nicht bei einer einfachen Mitgliedschaft. Sein Engagement führte dazu, dass er noch im gleichen Jahr die Aufgaben des Geschäftsführers übernahm. Hochmotiviert war er bis 2013 eine wertvolle Stütze der jeweiligen Vorsitzenden Josef Prüschenk, Heinz Reißenweber, Robert Dotzauer und Hans Bscherer.

Musikalisch hatte er sich der Blasmusik verschrieben. Als die Stadtkapelle 1995 mit einem, viertägigen Fest ihr 70-jähriges Bestehen feierte, verkündete Böllath als deren Vorsitzender mit Stolz: „Die Faszination Blasmusik wird unsere Stadt in ein klingendes Zentrum verwandeln.“ Die Verbindungen zur Partnergemeinde Eschenbach im Luzerner Seetal und deren Feldmusik waren Garant dafür, dass die Festlichkeit mit Tanz-, Kirchen- und viel Blasmusik zu einem internationalen, grandiosen Musikfest wurde.

Böllath hatte die Leitung der Stadtkapelle im Jahr 1982 von Heinrich Kern übernommen. Der „Heiner“ hatte innerhalb von 20 Jahren aus einem immer größer werdenden Kreis von Musikanten, unter ihnen Wilhelm Böllath, eine Kapelle geformt, deren musikalische Qualität von Jahr zu Jahr gestiegen war. Als Kern 1982 den Taktstock niederlegte, war es das Bestreben seines Nachfolgers, das Repertoire der Stadtkapelle, ausgehend von konzertanter Blasmusik, mit breitgefächerter Musikliteratur in Richtung einer volkstümlich orientierten Stimmungsmusik mit Gesang zu erweitern.

Zu den Stationen der Vereinsgeschichte der Ära Böllath gehörten: Eintrag ins Vereinsregister 1984, Geburtstagsständchen für den damaligen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß (1985), Teilnahme am Europatag in München und das erste Oberpfälzer/Schweizer Blasmusikantentreffern (1987), die musikalische Umrahmung der Fernsehsendung „Jetzt red i“ (1990) und die Teilnahme an der 850-Jahr-Feier des Marktes Eschenbach/Mfr. (1994). Nach 15 Jahren übergab Wilhelm Böllath 1997 den Taktstock an Heiner Kohl.

Bei einem Ehrenabend der Stadt erfuhr der Verstorbene im Oktober 2008 mit weiteren im Ehrenamt tätigen Eschenbachern Dank und Anerkennung für mehr als ein viertel Jahrhundert Wirken bei der Verkehrswacht. Der Trauergottesdienst beginnt heute um 14 Uhr in der Pfarrkirche. Anschließend Urnenbeisetzung am Friedhof.

Bild: rn (per e-mail)

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