09.05.2018 - 20:00 Uhr
WinklarnOberpfalz

Marianische Männerkongregation bei Konvent zu Aktionen "gegen die Ausreden im Kopf" aufgefordert Vom Glauben und ungeahnten Kräften

Die Mitglieder der Marianischen Männerkongregationen von Winklarn und Muschenried trafen sich zum gemeinsamen Konvent mit Zentralpräses Pater Josef Schwemmer im Pfarrsaal in Winklarn.

Zentralpräses Josef Schwemmer (links) ehrte die langjährigen Mitglieder Josef Betz (Zweiter von links), Günther Karl (Vierter von links) und Josef Spachtholz (Zweiter von rechts). Mit im Bild: Markus Schöberl und Walter Rückerl (rechts) . Bild: amö
von Annemarie MösbauerProfil

Nach dem Gottesdienst in Muschenried empfing Markus Schöberl die Mitglieder in Winklarn, unter ihnen auch Zentralpräses Josef Schwemmer und Walter Rückerl. Für ihre langjährige Mitgliedschaft wurden Günther Karl (40 Jahre) sowie Josef Betz und Josef Spachtholz (50 Jahre) geehrt.

Pater Josef Schwemmer ging in seinem Vortrag auf das Jahresthema ein mit dem Titel "Glaube: Tradition - Vertrauen - Hingabe". Tradition reiche heute für aktives Christentum nicht mehr aus. Früher seien Taufe, Erstkommunion, Firmung und oft sogar die Aufnahme in die MMC fast ohne Zutun abgelaufen. "Es ging automatisch, aber nicht in die Tiefe und in der Folge nicht gefestigt", kritisierte Schwemmer. Schon der Dichter Goethe habe gesagt: " Was du ererbt von deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen." "Um diese mühsame Erarbeitung kommen wir nicht herum", so Josef Schwemmer. Dies belegte er noch mit dem Bibelzitat von den Talenten, die der Herr seinen Knechten gab. Glaube müsse mehr sein als nur Tradition, wenn er bestehen soll. Glauben sei aber auch Vertrauen, das aufgebaut werden muss. Dabei gebe es verschiedene Stufen. Vertrauen müsse man pflegen, damit es wächst. Die höchste Stufe sei die Partnerschaft, die Ehe. "Vertrauen macht stark und setzt Kräfte frei, ungeahnte Kräfte", zitierte der Pater Antoine de Saint-Exupéry. Glaube sei aber auch Hingabe, so Schwemmer, de rhier Leo Tolstoi ins Feld führte mit den Worten: "Der Sinn des Lebens ist die Hingabe des Lebens." Er forderte die Gläubigen auf, "gegen die Ausreden im Kopf" Vertrauen zu üben und ermunterte die Marienverehrer: "Natürlich geht all das nicht von heute auf morgen, wir haben Zeit zum Wachsen, Gott lässt uns Zeit."

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