Pokalverleihung beim Skatclub 92 in Oberviechtach
„Weniger Strenge, mehr Spaߓ

Mit Josef Riedl (links) triumphierte ein Bayer bei den Skatfreunden mit der größten Punktzahl - vor Klaus Quäschning (Mitte) und Gerd Thiel. Bild: frd
Freizeit
Oberviechtach
13.12.2016
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Neben dem Schafkopfen und dem Watten hat sich auch das Skatspiel in der Region etabliert. So mancher Oberfälzer mischt bei dem "preußischen" Kartenspiel gerne mit. Ob ein Bayer oder ein Preuße Sieger war, blieb beim "Skatclub 92" aber bis zur Pokalverleihung ein Geheimnis.

-Lukahammer. An 45 Nachmittagen, jeweils dienstags, wurden beim "Skatclub 92" heuer die Karten gemischt. Immer von 14 bis 17 Uhr hatten die Spieler Gelegenheit, Punkte zu sammeln. Nun zogen die Skatfreunde zusammen mit ihren Partnern im Vereinslokal "Hammerschänke" bei der Jahresabschlussfeier Bilanz. Die Punktbesten wurden geehrt und mit Siegerpokalen ausgezeichnet.

Mit Jahreszahl

Der "Skatclub 92" hat seinen Namen vom Gründungsjahr 1992, als sich acht Skatspieler aus der Region - die meisten von ihnen waren "Preußen", doch auch einige Oberpfälzer waren darunter - zusammentaten und einen Club gründeten. Von diesen Gründungsmitgliedern ist nur noch Klaus Zirkelbach übrig, Gründungsmitglied Josef Bareiter war vor wenigen Tagen verstorben.

Nach zunächst wechselnden Spielorten ist seit 14 Jahren die "Hammerschänke" in Lukahammer das Vereinslokal der Skatspieler besonders wohl und Willkommen fühlen. Durchschnittlich 10 bis 12 Spieler finden sich einmal im Monat an einem Dienstag ein, um ihrem Hobby zu frönen. Nebenbei werden Freundschaften gepflegt, und hin und wieder trinken gibt es am Nebentisch ein Kaffeekränzchen, an dem sich die Partner er Spieler beteiligen. Bei den monatlichen Treffen wird kein Turnierskat, sondern ein Gesellschaftsskat nach den Regeln des Deutschen Skatgerichtes in leicht abgewandelter Form gespielt. "Mit weniger Strenge und viel mehr Spaß", wie die Mitglieder betonen. Ist zu Anfangszeiten mit einem Zehntel Pfennig pro Punkt gespielt worden, so geht es heute um ein Zwanzigstel Cent pro Punkt. Das eingesetzte Spielgeld finanziert jeweils ein gemeinsames Essen in der "Hammerschänke". Bei jedem Treffen werden zusätzlich fünf Euro in die Vereinskasse eingezahlt, womit das Weihnachtsessen und die Preise und Pokale bei der Ehrung der Punktbesten bestritten werden.

Souveräner Sieger

Clubvorsitzender Klaus Quäschning rückte schließlich mit der Siegerliste heraus. Punktbester und damit der Gewinner des Jahrespokals und des Wanderpokals ist der Oberviechtacher Josef Riedl, der sich über das ganze Jahr hinweg 50 349 Punkten erspielt hat. Dabei war Riedl noch nicht einmal bei allen 45 Spieltagen anwesend. Die weiteren Pokalgewinner waren der Vorsitzende Klaus Quäschning mit 48 441 Punkten und Gerd Thiel mit 48 059 Punkten. Die meisten Punkte an einem einzigen Spieltag erzielte mit 2585 Punkten Karl-Heinz Irbel.

Nach der Preisverleihung und dem Erinnerungsfoto hatten die Partner der Skatfreunde Vorrang vor den Spielkarten, schließlich hatten sie den Clubmitgliedern immer am Dienstagnachmittag "frei gegeben".
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