23.11.2017 - 19:16 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Abschied von Theresia Bauer schmerzt

Theresia Bauer, als Halbtagskraft im Stadtmuseum beschäftigt, scheidet zum 30. November aus. Diese Meldung überschattet den Saisonabschluss im Jubiläumsjahr 2017.

Museumsleiter Karl-Heinz Foißner überreichte Theresia Bauer zum Abschied einen Blumenstrauß. Auch Bauer bedankte sich ihrerseits für das gute Miteinander. Bild: bgl
von Ludwig BergerProfil

-Pullenried. Zum Saisonabschluss 2017 fanden sich die Museumsleute im Gasthof Dobmeier in Pullenried ein. Es werden wieder erfolgversprechende Zahlen zum Jahreswechsel, war sich der Leiter des Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseums, Karl-Heinz Foißner, sicher. Darum nutzte er die Gunst der Stunde und bedankte sich bei allen ehrenamtlichen Helfern, die zum wiederholten Mal dazu beigetragen haben.

Dabei zählte er neben der hauptamtlichen Mitarbeiterin Theresia Bauer auch die Museumsführer und Goldwäscher sowie die Aushilfskräfte und die Leiterin des museumspädagogischen Begleitprogramms auf. Außerdem erwähnte er den zuständigen Mitarbeiter für die Pflege der Homepage, die Reinigungskräfte, die Unterstützer vom Bauhof und der Stadtverwaltung, die Vorstandschaft und die Beiräte. In seinem Rückblick streifte Foißner aber auch die zahlreichen Höhepunkte des Jubiläumsjahres von Ausstellungen und Vorträgen bis zu den Märkten im Frühjahr und im Advent. "Man könnte sich zufrieden zurücklehnen und sich auf das neue Museumsjahr freuen, wären da nicht zwei Entscheidungen der Stadt, die uns sehr getroffen haben", bedauerte der Museumsleiter.

Damit meinte er zum einen die Ablehnung des Zwischenbaus zum geplanten Stadtarchiv, obwohl der Stadt verschiedene Möglichkeiten für eine Förderung von circa einer halben Million aufgezeigt und diese auch bewilligt worden waren und obwohl sich der Verein mit einer großen Summe an den Kosten beteiligt hätte.

"Was aber viel mehr noch schmerzt", betonte Foißner, "ist, dass wir uns von unserer hauptamtlichen Mitarbeiterin verabschieden müssen. Theresia Bauer wird uns als Museums-Fachkraft zum 30. November verlassen. Das trifft uns hart." Die Stadt habe es abgelehnt, den dafür notwendigen Personalkosten-Zuschuss wie gehabt zu verlängern. Theresia Bauer war über drei Jahre eine große Hilfe. In dieser Zeit wurden der Frühjahrsmarkt eingeführt, der Christkindlmarkt erfolgreich ausgebaut, eine Reihe sehenswerter Ausstellungen arrangiert und die Besucherzahlen, vor allem die Zahl der Führungen, deutlich gesteigert. Schulen und Kindergärten erlebten Führungen in pädagogischer Qualität. "Ihr Ausscheiden ist für unser Museum ein großer Verlust, aber auch für die Stadt, für die Kindergärten und Schulen", bedauerte der Museumsleiter. Diesem Plädoyer fügte Foißner im Jubiläumsjahr "50 Jahre Museum" den denkwürdigen Satz hinzu: "Wir tun das nicht für Bürgermeister oder Stadtrat, wir tun das für unsere Stadt, für unsere Heimat und für unser Museum."

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.