Altbayerisches Weihnachtskonzert
Mit Saiten, Holz und Blech

Beim Altbayerischen Weihnachtskonzert in der Stadtpfarrkirche erfreuten die Schwarzachtaler-Saitenmusi und das Klarinettentrio Kistler-Altmann das Publikum mit wohltuender Musik. Bilder: weu (3)
Kultur
Oberviechtach
08.01.2017
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Festliche Stimmung prägte das Altbayerische Weihnachtskonzert in der Stadtpfarrkirche am Dreikönigstag. Zwischen den musikalischen Beiträgen las Bernhard Setzwein aus seinem Tagebuch vor.

Die "Weisenbläser der Blechapostel" eröffneten das gut einstündige Konzert, das einen gefühlvollen Ausklang der Festtage darstellte. Wie Anne Gierlach von den Freunden der Kunst feststellte, ist "nach Weihnachten die Zeit, um sich auf besinnliche Musik und nachdenkliche Texte einzulassen". Sie dankte Dekan Alfons Kaufmann und seinem Team für die Vorbereitung der Kirche.

Mit Hackbrett, Zither, Harfe, Gitarre und Bass erfreute die "Schwarzachtaler Saitenmusi" die zahlreichen Zuhörer, die den wohltuenden weichen Tönen aufmerksam lauschten. Walzer, Boarische, Landler und ein Menuett befanden sich in ihrem Programm. Das "Sunnasaitn Gitarrenduo" spielte ein "Hoch-Zeit-Stückl" sowie "I wart auf di" und sorgte mit seinem professionellen Spiel auf zwei Gitarren für angenehme Klänge. Besonderen Eindruck hinterließ das Klarinettentrio Kistler-Altmann mit seinen weichen Tönen. Hans Kistler, der als Lehrer am Ortenburg-Gymnasium tätig ist, sein Vater Hans und Adolf Altmann zeigten ihr professionelles Können bei einem "Hirtenlandler" und dem "Strohsterndl Landler". Besondere gesangliche Akzente setzten die Männer des "Lamer Winkl Viergesangs". In Mundartliedern brachten die routinierten und überregional bekannten Sänger das Geschehen an Weihnachten zu Gehör. Von "Maria durch ein Dornwald ging" über "Geh Briada wisst's es" und "Engel des Herrn" bis zu "Auf auf, ihr Hirten" und "Drei Könige" reichte ihre Programmauswahl. Zu den exzellenten Holzbläsern und der wohltuenden Saitenmusik sorgten die "Weisenbläser" mit sanfter, getragener und meisterlich gespielter Blechblasmusik für einen reizvollen Kontrapunkt.

Zwischen den Musikblöcken las Schriftsteller Bernhard Setzwein Stellen aus seinem Tagebuch vor, die zum Nachdenken anregten. So auch der Vorsatz, alle Gefühle des Gekränktseins abzulegen, um mehr Würde zu haben. Er erzählte von den Fernsehaufnahmen, die das harte Leben der Bergbauern in Südtirol darstellten und vom Weihnachtskarpfen-Verkauf in Pilsen. "Gesundheit ist auch nicht alles", lautete die bittere Antwort eines alten Mannes, dessen Frau und Bekannte bereits alle verstorben waren, als ihm zum neuen Jahr gratuliert wurde.

Am Schluss des großartigen Konzerts erhob sich das Publikum und spendete Applaus. Mit dem gemeinsam gespielten Lied "Stille Nacht", das von den Zuhörern mitgesungen wurde, endete das Konzert.
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