Ausbildungskorps der Bundeswehr liefert musikalische Leckerbissen am Fließband
Musikstudenten in Uniform

Kultur
Oberviechtach
17.03.2018
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Vier Jahre dauert die Ausbildung der Militärmusiker beim Korps der Bundeswehr. Beim Benefizkonzert in Oberviechtach waren nicht wenige am Ende ihrer Laufbahn angelangt - und spielten deshalb recht professionell. Gerade deshalb ist der Abschied vorprogrammiert.

Positiv überrascht vom sehr guten Besuch dieses Benefizkonzerts des Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr in der Mehrzweckhalle zugunsten der Kriegsgräberfürsorge war neben Bürgermeister Heinz Weigl auch der Bezirksgeschäftsführer der Kriegsgräberfürsorge, Markus Nägel. Gemeinsam zeichneten sie für die Organisation dieses Konzerts verantwortlich. Unter den Ehrengästen war auch der Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 122, Oberstleutnant Christoph Huber mit Stellvertreter Oberstleutnant Lars Obst.

Unter der Leitung von Oberstleutnant Michael Euler ließen die Musiker in einer Hommage an Robert Schumann gleich die "Festfanfare" erklingen. Mit der "Macht des Schicksals" (Ouvertüre von Verdi) machten die Musiker einen Schwenk in die konzertante Musik. Mit dem Marsch nach Motiven der Oper "Die weiße Dame" stellten sie aber schnell klar, dass die Marschmusik ein wesentlicher Teil guter Militärmusik ist.

Beim "Concert Capriccio on Themes of Paganini" ließ Saxofonist Christian Palaunek erahnen, wie viele Übungsstunden erforderlich sind, um ein Solo in dieser Perfektion darbieten zu können. Mit dem "Präsentiermarsch des Leib-Kürassier-Regiments Großer Kurfürst Nr. 1" und dem "Outback" von Thomas Doss ging es in die Pause, in der die Wanderfreunde Oberviechtach für die Verpflegung des Publikums sorgten.

Mit Bernsteins "Overtüre to Candide" servierten die Musiker einen weiteren musikalischen Leckerbissen und spielten sich spätestens mit "Ein Freund, ein guter Freund" vollends in die Herzen der Konzertbesucher. Ein musikalischer Ausflug führte dann ins ferne Australien, bei dem die Geräusche der Wildnis den Saal eroberten. Zur "Rückreise" gab es den "Sound of Ireland" und schließlich auch noch den Radetzky- Marsch, ehe sich die Gäste mit einem Gute-Nacht-Lied und der Nationalhymne verabschiedeten.

Bürgermeister Heinz Weigl und der Bezirksvorsitzende der Deutschen Kriegsgräberfürsorge, Markus Nägel, dankten den Musikern und Konzertbesuchern für ihren Beitrag zur Arbeit der Kriegsgräberfürsorge. Orchesterleiter Michael Euler ermunterte alle jungen Musiker, die ihr Hobby zum Beruf machen wollen, sich beim Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr zu melden, da fast immer Nachwuchs benötigt werde. Viele der Musiker würden schon bald ihre musikalische Ausbildung abschließen, bedauerte der Dirigent. Er hatte aber auch einen kleinen Trost parat: Manches Gesicht werde man künftig vielleicht in einem anderen Orchester wiedersehen.
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