24.03.2017 - 15:22 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Fachmann prophezeit:Blasmusik behauptet sich Noch lange nicht verstaubt

Die Blasmusik ist ein "Lebensgewinn". Davon ist Georg Schmid überzeugt. Der stellvertretende Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes fand diese These in Oberviechtach bestätigt.

Für viele Jahre Musizieren in der Stadtkapelle wurden (von links, vorne) Jasmin Lottner, Anna Schwingl und Simon Stangl sowie Stefan Ring (Mitte) und Stefan Pronold (rechts) geehrt. Glückwünsche gab es von Bürgermeister Heinz Weigl (hinten rechts), Tobias Zeitler und Georg Schmid (hinten links). Bilder: bgl (2)
von Ludwig BergerProfil

"Blasmusik ist weder verstaubt noch veraltet, sie ist ein wichtiger Anker unserer Gesellschaft, das Bindeglied von Alt und Jung", schwärmt der stellvertretende Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbunds (NBMB) Georg Schmid. Sie sei ein stolzes Aushängeschild der Zukunft - "sie gibt ein Erfolgsgefühl, Lebensgewinn und macht Gemeinschaft erfahrbar". Mit dieser Feststellung ermunterte er die Stadtkapelle bei der Jahreshauptversammlung.

Vorsitzender Stefan Pronold informierte über die Vereinsstatistik. Demnach gehören 67 Personen zum Stammorchester, 27 Kinder befinden sich in der musikalischen Früherziehung und 14 Kinder in der Instrumentalausbildung. Die Leistungsprüfung D1 schafften Johanna Berger und Bastian Pawlak sowie D2 Anna Schwingl und Lena Wild. Am NBMB-Workshop für Dirigenten nahm Tobias Zeitler teil und am Seminar "Vereinsverwaltung" beteiligten sich Stefan Pronold und Jürgen Hagl. "Alte Freind Treffa" war der Titel eines Kurses, den Tobias Zeitler, Markus Dörfler, Anna Maria Schmauß, Katharina Ruhland, Manuel Brunner, Tobias Reil, Nadine Keuchel und Max Friedrich besuchten.

Außerdem gab es ein Marsch-Training in der Grenzlandkaserne. Auch an Wertungsspielen in der Mehrzweckhalle beteiligten sich die Musiker der Stadtkapelle. 4 Vereinsausschusssitzungen, eine Bezirks- und eine Kreisversammlung des NBMB, 7 weltliche und 4 kirchliche Veranstaltungen, ein Vereinsausflug nach Südtirol, Hoffest, Umzug in die neuen Räumlichkeiten und 18 Geburtstagsständchen gehörten im abgelaufenen Jahr zum Programm. Eine lange Liste "Terminvorschau 2017" beweist, dass die Stadtkapelle auch in diesem Jahr wieder gefragt ist. Freuen können sich die Musikliebhaber unter anderem auf das Hoffest am Fronleichnamstag auf dem neuen Platz, den Musikantenstadl am 6. Oktober und das Neujahrskonzert - jeweils in der Mehrzweckhalle.

Auch der Kapellmeister meldete sich zu Wort und dankte seinen Musikern. "Die Kommunikation ist gut", lobte er, "und die Qualität wird immer besser". Jugendwartin Bianca Reil konnte eine Vielzahl an Unternehmungen mit Schwerpunkt Ferienprogramms vermelden, darunter ein sozial interaktives Stadtspiel, das musikalische "City Bound". Dieses Unterhaltungsspiel erlebt einen Aufschwung vor allem in der Erlebnispädagogik. Hier werde mit sehr viel Spaß und Eigenverantwortung Kommunikation, höfliches Auftreten aber auch Toleranz spielerisch geübt. In der Vorplanung nannte die Jugendleiterin unter anderem einen Vorspiel-Nachmittag zur Vorstellung der neuen Räumlichkeiten und ein Zeltlager zusammen mit dem Kolping-Spielmannszug.

Ist die Blasmusik eigentlich noch zeitgemäß? Interessiert sie die Jugend noch? Auf die stattliche Zahl der anwesenden jungen Musikern blickend beantwortete diese und ähnliche Fragen der NBMB-Sprecher gleich selber mit einem eindeutigen Ja. In diesen Zeiten sei eine wichtige Tugend der Zusammenhalt, betonte Georg Schmid. Ein Orchester funktioniert nur, unter dieser Voraussetzung, und das geschehe bei der Stadtkapelle auf vorbildliche Weise.

Bürgermeister Heinz Weigl freut sich schon jetzt auf die nächsten Auftritte der Musiker und lobte den Musikalischen Leiter. Dieser schaffe es immer wieder, auch kurzfristig ein Team zu erstellen. Die Mitglieder ermutigte er mit den Worten: "Ihr macht so eine tolle Musik, macht weiter so!"

Ehrungen

Für 5 Jahre aktives Musizieren in der Stadtkapelle wurden geehrt: Anna Schwingl und Simon Stangl. Für 10 Jahre Jasmin Lottner sowie für 20 Jahre Stefan Ring und Stefan Pronold. (bgl

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