28.09.2017 - 20:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Festspielverein reist in Patenstadt Hann. Münden Puppentheater im Gepäck

In der Oberviechtacher Patenstadt Hann. Münden ist Doktor Johann Andreas Eisenbarth allgegenwärtig. Die Tournee der Festspieler aus der Geburtsstadt des Wanderarztes sorgte trotzdem für Aufsehen.

Die jüngsten Mitfahrer agierten als Sänger bei den Darbietungen und warben im Vorfeld des Puppenspiels erfolgreich um Zuschauer.
von Autor ZIMProfil

Wie bekannt der Oberviechtacher Wanderarzt in der niedersächsischen Dreiflüssestadt Hannoversch Münden ist, wird nicht nur durch eine Eisenbarth-Figur an der Fachwerkfassade des Sterbehauses deutlich. An allen Zufahrtsstraßen begrüßt der Barockarzt die Gäste der Stadt und die Führungen durch die überaus beeindruckende historische Altstadt erfolgen in zeitgenössisch anmutenden Eisenbarth-Kostümen. Dazu zieht das Glockenspiel am gotischen Rathaus jeden Tag viele Touristen auf den Marktplatz.

Werbefahrt

Wenig verwunderlich ist daher, dass eine Gruppe von Oberviechtacher Festspielern schnell für positives Aufsehen sorgte und großes Interesse weckte. Seit einigen Jahren ist der Sterbeort, zu dem Oberviechtach eine offizielle Patenschaft unterhält, Ziel von Werbefahrten des Festspielensembles. In diesem Jahr machte sich eine Abordnung engagierter Akteure mitsamt dem gesamten Puppentheater auf den Weg. Die positiven Rückmeldungen im Rahmen des barocken Markttreibens vor den Aufführungen von "Eisenbarth erleben" motivierten dazu, sich auf Tournee zu begeben. Zudem besuchte der Hann. Mündener Bürgermeister Harald Wegener im letzten Jahr die Neuinszenierung des Oberviechtacher Barock-Spektakels.

Neben 10 Hauptdarstellern in Puppenform reisten über 30 Vereinsmitglieder standesgemäß mit dem Eisenbarth-Bus des Teunzer Unternehmens Fischer. Auch heftiger Wind und starker Regen wurde getrotzt, als die Puppenbühne sowie ein mitgebrachter Pavillon für die umfangreichen Requisiten inmitten der Altstadt aufgebaut wurden. Die kleinsten Mitfahrer und Mitglieder der großen Festspielfamilie sorgten nicht nur wie alle anderen Mitwirkenden durch die barocken Kostüme für Aufsehen, sondern liefen mit eigens gestalteten Barockschildern über den Rathausplatz, um auf die Darbietungen hinzuweisen.

Alle Strophen bekannt

Höchst erfreulich war die Tatsache, dass sich immer ein großes Publikum einfand, das die Strophen aus dem überlieferten Eisenbarth-Lied voller Freude mitsang und sich begeistert zeigte über die besonderen Effekte der "Behandlungsmethoden" mit einigen überaus gelungenen Überraschungsmomenten. Die umfangreichen Vorbereitungen der Werbefahrt wurden zu einem großen Teil von Florian Waldherr unternommen, Festspielleiter Martin Zimmermann unterstützte bei der Organisation.

Alle Mitreisenden waren nicht nur hochmotiviert sondern auch rundum bestens versorgt. Begegnungen mit teilweise langjährigen Bekannten und Vertretern der Stadt sowie des Hann. Mündener Patenschafts- und Freundschaftsvereins trugen zum Erfolg einer überaus gelungenen, wenn auch arbeitsintensiven Reise bei.

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