20.03.2018 - 20:00 Uhr
Oberviechtach

Frühjahrskunstausstellung im Kulturzentrum: Menschenbild der Zukunft

"Spectrum" lautet der Titel der Frühjahrskunstausstellung im Kulturzentrum. Diese überzeugt mit ihrem Spektrum an künstlerischem Schaffen - vom Malen über das Gestalten bis zum Figuralen. Die fünf Künstler zeichnen sich mit Können, Preisen und Visionen aus.

Bei Gesprächen genossen die Gäste die bemerkenswerte Ausstellung.
von Elfriede WeißProfil

Mit einer Vernissage wurde.die Frühjahrsausstellung der "Freunde der Kunst" im Kulturzentrum der Marktmühle eröffnet. Ein breites Spektrum an Kunstwerken und Künstlern konnte dabei der langjährige zweite Vorsitzende Horst R. Bittner, vorstellen. Zusammen mit Vorstandsmitglied Gabi Ried hatte er die Ausstellung aufgebaut, die mit Werken von Renate Christin, Liz Turba-Bernhardt, Irene Hey und Stefan Giesbert Fromberger eine Auswahl an künstlerischem Schaffen aufzeigte, das vom Malen über das Gestalten bis zum Figuralen reicht.

Renate Christin lässt Erfahrungen und Erlebnisse mit Menschen fremder Kulturen zu Bildinhalten werden. "Es entwickeln sich mit vielschichtigen Farbaufträgen figurative Kreationen, bildnerische Chiffren und abstrakt anmutende Bilder mit Individualität, die neugierig machen, aber auch den Blick meditativ auf den Bildern ruhen lassen", so Bittner. Als Vorzeigekünstler der Stadt Regensburg mit Auszeichnungen, Kunstpreisen und Stipendien ist sie freischaffende Künstlerin, die sich auch als Vorstandsmitglied in internationalen künstlerischen Vereinigungen sowie als Gastdozentin an der Kunstakademie Triest einen Namen gemacht hat.

Neues entsteht

Irene Hey ist freischaffende Künstlerin aus Schwandorf. Ihre zwischen Plexiglasscheiben arrangierten getrockneten Pflanzenteile stellen eine Hommage an die Natur dar. In ihren Bildern, die ästhetischen Wert besitzen, entstehen so neue Bildinhalte wie Landschaften und Lebensräume. Liz Turba-Bernhardt ist Medizinerin und hat ihr Kunstatelier in Cham. Seit 1990 arbeitet sie im Bereich der abstrakten Malerei an meist großen Formaten. Auf der Suche nach Harmonie im Bild gestaltet sich ihr Malprozess über längere Zeiträume. Mit deckenden und transparenten Malschichten ordnet und akzentuiert sie und gibt ihren Bildern dadurch Tiefe, Dichte und Komposition.

Stefan Giesbert Fromberger ist Diplombildhauer und als freischaffender Künstler auf der Suche nach dem skulpturalen Menschenbild der Zukunft. Seine vielversprechende Arbeit wurde durch ein Stipendium in den USA, den Förderpreis der Stadt Regensburg und die Debütantenförderung des Freistaates unterstützt.

Mit Gitarrenklängen

Die in Resin (Harz) gefertigten Figuren wirken teils skurril, teils wie Karikaturen. "Zeigen die Figurinen Frombergers, dass wir uns durch digitale und micro-genetische Techniken in eine andere Spezies vom ,Homo sapiens' zum ,Cyber sapiens' verändern?", fragte Bittner provokativ. Seine Skulpturen erscheinen jedenfalls genderless und ageless, sind also geschlechtslos und ohne Alter. Die Vernissage wurde von Gitarrenklängen aus eigener Feder von David Sorgenfrei untermalt. Vorsitzende Monika Krauß bedankte sich mit einem Präsent bei Bittner, der "die Fäden geknüpft" und diese Ausstellung ermöglicht hat. Ihm zur Seite stand Gabi Ried, die ebenso wie Museumsleiter Wilfried Neuber und Rosi Zithier "die gute Seele des Hauses", ein Geschenk erhielten. Für das leibliche Wohl war in Zusammenarbeit mit dem Museumsverein gesorgt. Die Ausstellung ist nur noch heute von 9.30 bis 12 Uhr im Museum geöffnet.

 

 

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