11.09.2017 - 16:54 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Georg Lang gibt einen Einblick in sein Bilderarchiv Streifzug durch die Jahrzehnte

Bilder und Postkarten aus mehreren Jahrzehnten geben einen Einblick darauf, wie sich Oberviechtach und die Menschen, die hier leben, verändert haben. Den impressionistischen Streifzug durch die Stadtgeschichte stellte Georg Lang zusammen.

Georg Lang erklärt Ehrenbürgerin Erika Odemer interessante Details der historischen Aufnahmen aus seinem Bildarchiv. Die Ausstellung hat Theresia Bauer (rechts) aufgebaut. Bilder: lg (2)
von Ludwig BergerProfil

Einen beeindruckenden Bilderbogen in Text und Bild über die Stadtgeschichte von Oberviechtach konnten die Besucher des Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseums am Freitagabend erleben. Eingeladen dazu hatte der Museumsverein und der Veranstaltungsraum füllte sich bis zum letzten Platz. Ehrenbürgerin Erika Odemer war eigens aus München dazu angereist.

Zehn Einheiten

Das Jubiläumsjahr "50 Jahre Museum Oberviechtach" neigt sich langsam dem Ende zu. Und darum erarbeitete Studiendirektor a.D. Georg Lang einen interessanten und reich bebilderten Streifzug durch die Ortsgeschichte bis herauf in die Gegenwart. Hierbei stand aber nicht der historische Aspekt im Vordergrund, sondern die Wirkung eindrucksvoller Fotos und Postkarten.

Zunächst erklärte Lang, dass ein impressionistischer Streifzug kein historischer Vortrag sei, sondern ein Abriss und eine kurzweilige Abfolge von Bildern, die keine Vollständigkeit eines Themas zum Ziel hätten. Gegliedert war diese Präsentation in zehn Einheiten, die sich berühren, wobei der historische Wandel, aber vor allem auch die Menschen bei ihrem vielfältigen gesellschaftlichen Engagement vorgestellt werden. Das zur Verfügung stehende Material war so umfangreich, dass nach Langs Meinung für jede Einheit ein abendfüllender Vortrag gestaltet werden könnte. Die Gliederung der Themen seiner Präsentation begann Georg Lang mit Ansichten im Wechsel der Zeit, somit in einer frühen Darstellung des Marktes "Ober-Viechtach" im Merian-Stich von 1664. Der Wandel vollzog sich auch beim Haus der Bäuerin, welches zum Haus der Schwarz-Stiftung wurde.

Das Kapitel "Historische Impressionen aus den Ortsteilen" kennzeichnet ein Bild des ehemaligen Landsassenguts und jetzigen Gasthofs Dobmeier in Pullenried und des ehemaligen Hammerwerks in Lukahammer. Unter der Rubrik "Im Dienst der Stadt und ihrer Bürger" findet man Bilder von ehemaligen Bürgermeistern der Stadt, von den ersten Bundeswehrsoldaten, die 1961 in die Grenzlandkaserne einrückten und Minister Alois Niederalt bei einem seiner offiziellen Besuche in Oberviechtach.

Bilder vom Maibaumaufstellen mit Muskelkraft und Festspiel-Variationen befinden sich in der Einheit "Verdienste im Ehrenamt" und die Einladung zum Theaterstück "D'Jagerwirts-Traudl" in den "Gesellschaftlichen Aktivitäten". Im Kapitel sechs der "markanten Stationen" erscheinen Fotos über die letzte Dampfzugfahrt im Mai 1991 und über den Besuch des Verteidigungsministers Volker Rühe im Jahr 1997 sowie ein Plakat des Marktgemeinderats Oberviechtach zur Stadterhebungsfeier im September 1952, und damit vor genau 65 Jahren.

Lebhaftes Erzählen

Es wird gebaut und verreist in "Wirtschaft im Wandel" und im "Religiösen Leben" berichtet die Präsentation über den Besuch zweier Bischöfe in Oberviechtach. Aber man kann im darauffolgenden Gliederungsteil auch lesen, dass es wieder eine Stadtkapelle gibt und dass der 27. Bayerische Nordgautag in Oberviechtach stattfand. Die 10. Einheit des bebilderten Vortrags befasste sich ausschließlich mit Menschen in Oberviechtach, bekannte oder auch weniger bekannte Personen, die hier leben oder gelebt haben, unter anderen der Berliner Bischof und Kardinal Bengsch. Es war keine Geschichtsstunde, die der ehemalige Gymnasiallehrer seinem Publikum präsentierte, sondern ein lebhaftes Erzählen, verbunden mit einem beeindruckenden Bildmaterial. Zum Schluss dieser interessanten Veranstaltung bedankte sich Georg Lang bei allen, welche mit ihrer Hilfe zum Gelingen dieser Bilderschau beigetragen haben. Gleichzeitig bedankte sich auch Museumsleiter Karl-Heinz Foißner mit einer Flasche Eisenbarth-Elixier beim Initiator dieses "impressionistischen Streifzugs", der über ein umfangreiches Bildarchiv verfügt.

Bis 5. November zu sehen

Die reich bebilderte Ausstellung zu diesem Thema ist noch bis zum 5. November im Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum zu den normalen Öffnungszeiten zu besichtigen.

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