29.03.2018 - 20:00 Uhr
Oberviechtach

Kommandeur Oberstleutnant Christoph Huber besteht Musterung als Schirmherr für ... Tauglich für Theater-Tross

Einen bizarren Seh- und Hörtest muss der Kommandeur der Grenzlandkaserne über sich ergehen lassen - bis schließlich "Doktor Eisenbarth" persönlich eingreift. Immerhin wartet ein wichtiges Amt auf Oberstleutnant Christoph Huber.

Strahlende Gesichter gab es bei den kleinen Ensemble-Mitgliedern, als Oberstleutnant Christoph Huber das üppig gefüllte Osternest aus der Grenzlandkaserne überreichte. Bilder: lg (2)
von Georg LangProfil

"Gutes Wetter und ausverkaufte Vorstellungen", forderte Festspielleiterin Bianca Reil vom diesjährigen Schirmherrn des Doktor-Eisenbarth-Festspiels. Mit Trommel- und Fanfarenklängen des Kolping-Spielmannzugs rückte das Festspielensemble in der Grenzlandkaserne ein, um dem Kommandeur, Oberstleutnant Christoph Huber, die Schirmherrschaft für das Festspiel anzutragen. Nachdruck verliehen dieser Bitte Bürgermeister Heinz Weigl und seine Stellvertreterin Christa Zapf, die auf das gute Verhältnis von Bundeswehr und Stadt verwiesen.

Heimat gefunden

"Wir Soldaten haben in Oberviechtach eine Heimat gefunden", bekräftige auch der Kommandeur, der die Schirmherrschaft "als persönlich große Ehre" empfindet. In seiner 22-jährigen Dienstzeit habe er nirgends eine solche Einbindung der Bundeswehr in die Zivilgesellschaft vorgefunden wie in Oberviechtach. Das Schirmherrnbitten wurde genau an Eisenbarths 355. Geburtstag vollzogen. Darauf verwies Dr. Reiner Reisinger, der im Festspiel nicht nur Eisenbarths Geist verkörpert, sondern als Historiker dem Festspielverein schon manche Erkenntnis über den berühmten Sohn Oberviechtachs beschert hat.

Florian Waldherr machte als Meister Abramo dem Theaterverein alle Ehre, als er als zerstreuter Alchimist aus der Barockzeit den künftigen Schirmherrn einer Musterung unterzog. Sehtest und Hörtest nahmen aber bizarre Formen an, bis Doktor Eisenbarth (Andreas Fleischer) selbst auftrat und zusammen mit der Festspielleiterin den Schirmherren-Kontrakt zur Unterschrift vorlegte.

"Nervenkekse"

Nach der Unterschriftsleistung gab es für den Kommandeur das obligate Eisenbarth-Elixier, das dessen Produzent, Karlheinz Foißner, folglich auch an den Tross austeilte. Für den Schirmherrn hatte die Festspielleiterin aber auch selbst gebackene Rosenkipferl mitgebracht, die als "Nervenkekse" Doping für die Anforderungen während der Festspieltage sein sollten.

Bürgermeister Weigl hieß auch Hauptmann Ingolf Strüdinger und Stabsfeldwebel Lars Piller als Chef und Spieß der zweiten Kompanie, der Patenkompanie Oberviechtachs, bei der aktuellen Inszenierung willkommen. Beim Kommandeur bedankte er sich, dass das Bataillon während des Einsatzes in Litauen den Namen der Stadt weltweit bekannt gemacht habe. "Unsere Soldaten sind bei uns gut aufgehoben", bekräftige das Stadtoberhaupt. Den Schirmherrn bat er, "die Hand über das diesjährige Festspiel zu halten". Mit einem Umtrunk und einem gemeinsamen Essen, zu dem der neue Schirmherr ins Offizierskasino einlud, klang die Festveranstaltung aus.

Termine und Tickets

Festspielpremiere ist an Fronleichnam, 31. Mai, 20 Uhr. Weitere Aufführungen am 2. und 9. Juni, jeweils um 15 Uhr und um 20 Uhr. Karten und Info: Stadt Oberviechtach, Tel. 09671-30713; tourismus[at]oberviechtach[dot]de; Preise 13,00 Euro, ermäßigt 8 Euro (Familienkarte 28 Euro). (lg)

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