12.03.2017 - 09:52 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Neunburgs Bürgermeister Martin Birner beschirmt das Eisenbarth-Festspiel Patronat als kulturelle Brücke

Der Schirmherr für das Eisenbarth-Festspiel kommt heuer aus der Nachbarstadt. Der Neunburger Bürgermeister Martin Birner wird - so steht es im offiziellen Privileg - "seine schützende Hand über das Barockspektakel halten". Verbindungen auf dem Kultur-Sektor sollen damit noch fester geknüpft werden.

Bürgermeister Martin Birner unterschrieb die Urkunde und besiegelte die Schirmherrschaft, dabei flankierten ihn Amtskollege Heinz Weigl (links) und Festspielleiter Martin Zimmermann. Neben Mitwirkenden des Oberviechtacher Festspiels um Eisenbarth-Darsteller Tobias Ehrenfried (hinten, Zweiter von rechts) nahm auch eine Abordnung des "Hussenkrieg"-Festspiels (links im Bild) an dem festlichen Akt im Neunburger Rathaus teil. Bilder: weu (2)
von Udo WeißProfil

Neunburg vorm Wald. Zu den Fanfarenklängen des Kolpingspielmannszugs marschierte eine Abordnung des Doktor-Eisenbarth-Festspielvereins am Rathaus in Neunburg auf. Dort wartete schon Bürgermeister Martin Birner mit einer Delegation des Festspiels "Vom Hussenkrieg".

Das Anliegen der Oberviechtacher wurde in einem szenischen Spiel verdeutlicht. "Wir wollen uns beim hiesigen Bürgermeister vorstellen, denn hier in Neunburg gibt es reichlich Arbeit für uns", sagte Doktor Eisenbarth (Tobias Ehrenfried) zu seinem Gehilfen Martius (Tobias Heindl). Man wolle jedoch erst das Privileg des Stadtoberhauptes für die Operationen einholen, "nicht dass wir wieder im Kerker landen".

Kurieren mit Schirmherr

Dieses Ansinnen rief die studierten Ärzte (Dr. Florian Waldherr und Ludwig Berger junior) auf den Plan: "Hier kurieren? Das ist eine Unverschämtheit! Die ars medicinae wird von uns, den privilegierten Medici praktiziert, und zwar nur von uns." An Bürgermeister Birner richtete Doktor Eisenbarth die Bitte: "Wir wollen unsere Dienste euren Bürgern anbieten. Zum Einrenken eines Bruches oder dem Starstich braucht man Gottes Kraft und einen Schirmherrn." Damit war das Anliegen vorgebracht, das die Fanfaren lautstark bekräftigten.

Engagement gewürdigt

Birner hieß Doktor Eisenbarth und sein Gefolge als Stadtoberhaupt, aber auch als Kreisvorsitzender des bayerischen Gemeindetags, willkommen. Die Übernahme der Schirmherrschaft des Doktor-Eisenbarth-Festspiels sei für ihn eine besondere Ehre. Dadurch werde die große Bedeutung kultureller Arbeit aufgezeigt und das ehrenamtliche Engagement der vielen Mitwirkenden gewürdigt. Birner wünschte sich, dass beide Städte kulturell noch enger zusammenwachsen. Er hofft auf gutes Wetter, viele Gäste und unterhaltsame Stunden in der Nachbarstadt.

Auf viele partnerschaftliche Verbindungen zwischen Oberviechtach und Neunburg ging Festspielleiter Martin Zimmermann ein. Unter dem Schlagwort "Barock trifft auf Mittelalter" biete es sich an, anlässlich des 1000-jährigen Jubiläums die Verbindungen mit dem Hussiten-Festspiel zu vertiefen. Das von Dr. Reiner Reisinger kunstvoll angefertigte Privileg, das der Schirmherr unterschrieb, bestätigte, dass "der ehrwürdige Bürgermeister Martin Birner im siebzehnten Jahr die schützende Hand über das Barockspektakel hält".

Bürgermeister Heinz Weigl freute sich über die Schirmherrschaft seines Amtskollegen und nannte das Jubiläum und die Nachbarschaft beider Orte als Gründe, warum die Wahl des Schirmherrn auf Birner fiel. Zur Nervenstärkung brachte er eine Flasche Eisenbarth-Elixier mit. Martin Zimmermann überreichte als Zeichen der Verbundenheit mit den Oberviechtachern eine Krawatte mit dem Festspiel-Logo an Birner. Ein gemeinsamer Umtrunk mit Eisenbarth-Elixier bekräftigte den Festakt. Im Anschluss lud der neue Schirmherr zu einem Imbiss ein. Über die in Neunburg hergestellten Chips und Gummibärchen freute sich besonders der Festspielnachwuchs.

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