Wortschatz in der Tasche

Dr. Ludwig Schießl gratulierte Alois Gillitzer (rechts) zu seinem runden Geburtstag. Das gleichnamige Gasthaus war Treffpunkt für viele Dialektabende.
Kultur
Oberviechtach
11.12.2016
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Das ehemalige Lehner-Haus in der Karfreitaggasse ist nur ein Beispiel für die vom Arbeitskreis erforschten Hausnamen: Als "Goglschneinda" waren die Bewohner früher den Nachbarn präsent. Bilder: bgl (2)

Dem Dialektabend hat der Heimatkundliche Arbeitskreis eine Ruhepause verordnet, das "Oberviechtacher Wörterbuch geht vor. Außerdem bestimmt ein besonderes Jubiläum die Schwerpunkte für 2017.

Vorträge, Veranstaltungen, Dialektabende, Museumspädagogik und vieles mehr: Über diese Aufgaben des Heimatkundlichen Arbeitskreises (HKA) berichtete Vorsitzender Dr. Ludwig Schießl bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof "Zur Post". In den Reihen der Mitglieder fehlte Maria Meier, die Versammelten gedachten der Verstorbenen , die seit vielen Jahren im Arbeitskreis dabei war.

Bei Dialektforum dabei

Dr. Schießl liestet insgesamt 20 Termine auf, darunter mehrere Dialektabende. Der Vorsitzende selbst hielt einen Vortrag an der Ludwig-Maximilians-Universität in München über zeitgerechte schulische Dialektpflege, war in den "Tag des Dialekts" am Closen-Gymnasium Eggenfelden involviert und in die Abschlusspräsentation des Mundartprojekts an der Realschule in Neunburg. Ein Vortrag in Neualbenreuth über Doktor Eisenbarth stand im Terminkalender, und der Jahresband Landkreis Schwandorf mit einem Beitrag zum "Oberviechtacher Wörterbuch" wurde vorgestellt, ebenso das Schmeller-Jahrbuchs mit einem Beitrag zu den "Oberviechtacher Hausnamen". Auch das Dialektforum 2016 des Fördervereins Baierische Sprache in Holzhausen wurde besucht. Und einen Schlusspunkt gab es für die Abschlusspräsentation (zwei Projektjahre) zu "Mundart - Wertvoll" im Maximilianeum in München.

Museumsleiter Dr. Karl-Heinz Foißner meldete ein absolut gutes Ergebnis, was die Besucherzahlen betrifft. Auch der neu inszenierte Frühjahrsmarkt wurde gut angenommen. Besonders erfreulich sei die deutlich gestiegene Zahl der Führungen. Ebenfalls gut besucht waren die sonstigen Veranstaltungen zum Thema "Flachs" und "Heilende Begegnungen" sowie jeweils zwei Vorträge, Musikabende, Märkte und der Marktmühltag.

Zum Thema "Zwischenbau" merkte Foißner an, dass der Museumsverein die Entscheidung des Stadtrats begrüßt, die Maßnahme zu planen und zeitgerecht die Förderanträge zu stellen. "Als Museumsverein sind wir ein Kind des HKA", stellte der Museumsleiter fest: Vom Arbeitskreis seien die Impulse für das neue Museum und dann auch für die Vereinsgründung ausgegangen. "Der HKA unterstützt uns mit Vorträgen und beim täglichen Betrieb", ergänzte Dr. Foißner.

Im Ausblick legte der Vorsitzende den Schwerpunkt auf das Jubiläumsjahr "50 Jahre Museum in Oberviechtach". Geplant ist dabei auch eine Bestandsaufnahme des bisher gesammelten Wortschatzes. Gleichzeitig kündigte er aber an, die Dialektabende nach 20 Jahren erstmals bis auf unbestimmte Zeit ruhen zu lassen, zumindest so lange, bis das Grundgerüst für das "Oberviechtacher Wörterbuch" steht.

Mundart zeitgemäß

Geplant sind auch Vorträge zu den Themen "Zeitgerechte schulische Dialektpflege" und "Hausnamen und Berufe" sowie ein Mundartprojekt mit Maria Schießl. Zum Museumsjubiläum geht es dann noch einmal um das Forschungsprojekt "Die Hausnamen der Stadtgemeinde Oberviechtach", und Daniela Schießl informiert über die Rezeptionsgeschichte - inklusive Vorstellung des dritten Bands der Museumsschriften.
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