Ausschuss für Jugend und Kultur berichtet über Projekte - Ideen fürs Ferienprogramm melden
Da kommt keine Langeweile auf

Lokales
Oberviechtach
03.05.2013
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Da sage noch jemand, in Oberviechtach sei nichts los. Bei der Frühjahrs-Ausschusssitzung des Stadtrats für Veranstaltungen, Jugend, Kultur und Sport ist genau das Gegenteil bewiesen worden. Nicht nur die umfangreichen Sachstandsberichte für das zurückliegende Jahr zogen die Tagesordnung in die Länge, sondern auch die Planung für 2013 beinhaltete ein volles Angebot.

Zunächst kündigte Bürgermeister Heinz Weigl an, dass die Stadt die 32 Spiel- und Bolzplätze überprüft, um festzustellen, ob Sanierungsmaßnahmen notwendig sind, oder ob einige Anlagen nicht mehr benötigt werden. Im Freibad konnten in der vergangenen Saison fast 19 000 Badegäste gezählt werden. Auch hier gibt es Überlegungen, vor allem im Kleinkinderbereich Verbesserungen vorzunehmen. Die Saisoneröffnung 2013 ist bei einigermaßen passender Witterung für den Vatertag vorgesehen.

Jugendkeller saniert

"Das Ferienprogramm war ein Renner", so der Bürgermeister, "das von Sigrid Breitschafter erarbeitete Programmangebot war zum Großteil ausgebucht". Die Kinder waren begeistert, zum Beispiel beim Anlegen der Handschellen bei der Polizei, beim Kochkurs in der Kräuterkochschule in Pullenried oder bei der Kirchturmbesteigung. Am dreitägigen Malkurs durch die Freunde der Kunst, der von der Ehrenbürgerin Erika Odemer großzügig unterstützt wird, beteiligten sich 90 Kinder. Weitere Anmeldungen und Ideen für das kommende Ferienangebot werden schon jetzt gerne im Tourismusbüro entgegen genommen.
"Das Einzugsgebiet der Stadtbücherei wird immer größer", so der Bürgermeister. Im Jahr 1991 gegründet, verfügt es derzeit über einen Bestand von fast 13 000 Medien. Jährlich werden 500 neue Bücher erworben. Zur Verfügung stehen auch Spiele, CD-Roms und Hörbücher, Zeitschriften und zwei Computer. Auch Fernleihen wurden 185 Mal in Anspruch genommen. Die Gesamtausleihe belief sich im zurückliegenden Jahr auf 36 232 Medien. 104 neue Leser kamen hinzu. Auch die monatlichen Vorlesestunden erfreuen sich großer Beliebtheit. Der Jugendbeauftragte Philip Troppmann berichtete über eine aktive Kinderbetreuung beim Bürgerfest, sowie über Jugendschutzbestimmungen, eine aktive Werbung und Förderrichtlinien.

Als Oberministrant vertrat Troppmann auch die katholische Pfarrjugend und erwähnte die Einweihung des Jugendkellers. Für die nächste Zeit sind unter anderem eine Fahrt zum Monte Kaolino, eine Jugendwallfahrt zum Fahrenberg und ein Kinderbibeltag geplant. Für die evangelische Christengemeinde streifte Udo Weiß das 45-jährige Bestehen des Posaunenchors und die gut funktionierende Ökumene mit zahlreichen, dazu beitragenden Themen. Nächstes Jahr wird das 50-jährige Bestehen der Auferstehungskirche gefeiert.
Für die zwei E-Bikes des Tourismusvereins sind schon mehrere Anfragen zur Ausleihe eingegangen, ließ Vorsitzender Hermann Deyerl wissen. Geplant ist ein Beitrag im Rahmen des Ferienprogramms und eine aktive Zusammenarbeit mit dem Festspielverein. Tobias Ehrenfried kam auf das neue Logo des Vereins zu sprechen, welches seiner Meinung nach einen guten Platz an den Eingangstüren der Geschäfte haben könnte und über das weitere Jahresprogramm, das auch eine Denkmal- und eine Raunachtwanderung beinhaltet.

Aus dem Bericht des Museumsvereins konnte man entnehmen, dass an 100 Öffnungstagen 3279 Personen das Museum besuchten. Zu 31 Museumsführungen im Jahr 2012 zählten auch 27 Goldwanderungen mit 450 Teilnehmern und 1293 Besucher kamen zu Ausstellungen ins Kulturzentrum. Eine wegweisende Zusammenarbeit mit dem Ortenburg-Gymnasium zeigte sich dabei mit den Seminararbeiten "Demographischer Wandel", "100 Jahre Grenz-Warte" und "Blick in die Vergangenheit". Eine Bereicherung sei auch das von der Ehrenbürgerin Erika Odemer gesponserte museumspädagogische Programm von Jeanette Ring und die Arbeit mit Behinderten durch Theresia Pregler. Die neue Abteilung "Handwerk und Hausnamen" konnte im Oktober der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Durch die Unterstützung von Dr. Ludwig Schießl und Siegfried Bräuer vom HKA konnten am 1. Mai die technisch weiterentwickelten Abteilungen "Eisenbarth" und "Stadtgeschichte" vorgestellt werden.

Premiere fürs Festspiel

Für den Eisenbarth-Festspielverein beleuchtete Martin Zimmermann die gegenwärtige Festspielsaison, zu der mit Braumeister Franz Vogl wiederum ein einheimischer Schirmherr zur Verfügung steht. Momentan läuft der Kartenvorverkauf für das Festspiel, das am Fronleichnamstag seine erste Aufführung hat. Zimmermann lobte die Leistungen des Regisseurs und das Engagement von Florian Waldherr. Im Rahmen von 350 Jahre Eisenbarth wird zusammen mit dem Tourismusverein eine eigene Jubiläumsaktion geplant.
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