20.01.2005 - 00:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Autos von Anwohnern stehen oft tagelang auf der gleichen Stellen - Stadt denkt über Gebühr nach Dauerparker blockieren Parkstadl

von Michaela Lowak Kontakt Profil

Hier ist guter Rat teuer: Um Dauerparkern und Pendlern eine Möglichkeit zu geben, ihr Auto ganztägig abzustellen, hat die Stadt den Parkstadl gebaut. Doch vor allem im Winter nutzen viele Anwohner die überdachten Stellplätze als kostenlose Garage.

"Manche Autos bewegen sich oft tagelang nicht von der Stelle", weiß Rudolf Herold, Verkehrsexperte bei der Polizeiinspektion Oberviechtach. Den Stadträte ist dies seit einiger Zeit ein Dorn im Auge. Ab 8 Uhr morgens werde der Parkstadl immer noch von zehn bis zwölf Anwohnern genutzt, so Herold. Doch auf dem gesamten Areal seien genügend Stellplätze (nicht überdachte) frei. Auch auf dem Edeka-Gelände gebe es 21 Parkplätze für Pendler. "Eine echte Patentlösung anzubieten ist sehr schwierig", sagte er.

Rudolf Herold plädiert dafür, nichts zu ändern. Möglich wäre natürlich eine Parkscheibenregelung mit zehn- bis zwölf Stunden einzuführen, doch das sei nicht überwachbar. "Man kann den Langzeitparkern nicht nachweisen, dass er sein Auto nicht bewegt hat."

Verschiedene Lösungen kamen zur Sprache: Nachts soll das Parken etwas kosten, Tickets aus Automaten könnten das Problem aus der Welt schaffen oder die Fünf-Stunden-Parkscheiben-Regelung, bei der Pendler in der Mittagszeit ihre Parkscheibe nachstellen dürften, könne Abhilfe schaffen. Ein Patentrezept ließ sich nicht finden. Bürgermeister Wilfried Neuber schlug vor, bei der Regierung der Oberpfalz nachzufragen, ob ein Teil der überdachten Plätze nicht doch vermietet werden könnte. Die restlichen Plätze könnten dann von den Pendler weiterhin kostenlos benutzt werden. Eines ärgerte den Bürgermeister dennoch: "Wo sind heute die Zuhörer? Anscheindend interessiert sich niemand dafür."

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