Bataillonsappell in der Grenzlandkaserne - "Soldaten sind bestens in der Region integriert"
Ausbildung als Lebensversicherung

Feierliche Stunde beim Quartalsappell: Vor dem angetretenen Bataillon sind einige Soldaten mit förmlichen Anerkennungen und Bestpreisen ausgezeichnet worden. Bilder: frd (2)
Lokales
Oberviechtach
11.08.2014
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Zwei Kompanien des Panzergrenadierbataillons 122 werden demnächst für sechs Monate zum Einsatz nach Afghanistan gerufen. Die Führung wird dabei der Kommandeur, Oberstleutnant Mario Brux, übernehmen.

Zum Bataillonsappell waren zahlreiche Ehrengäste, darunter auch die Bürgermeister der Patengemeinden, in die Grenzlandkaserne gekommen. Vor dem Rückblick auf die vergangenen Monaten und einer Vorschau, definierte Kommandeur Brux den derzeitigen Auftrag des Bataillons. Der Verband befinde sich momentan in einer Ausbildungsphase der "verbundenen Kräfte in der Operationsart Angriff". Dabei soll die Koordination von Feuer und Bewegung unter Nutzung des Schützenpanzers Marder geübt und perfektioniert werden. "Gerade bei den Auslandseinsätzen ist eine gute Ausbildung für uns Soldaten die beste Lebensversicherung", betonte Brux. Ein Schwerpunkt gilt auch der Zusammenarbeit der "verbundenen Kräfte" mit Kampfpanzern, -hubschraubern, Artillerie und Pionierkräften, um den Einsatzwert der Kampftruppe in jeder Gefechtssituation zu erhöhen.

Kugel für alle gleich schnell

Der Kommandeur listete die Aufträge der einzelnen Kompanien in den vergangenen drei Monaten auf. Er sprach den Soldaten für die bisher gezeigten Leistungen seinen Dank und seine Anerkennung aus. Er appellierte an die Truppe, sich im Einsatzfall auch auf irregulär kämpfende Feinde einzustellen. Dies gelte auch für Soldaten der ersten Kompanie, die in erster Linie Stabs- und Logistikaufgaben zu bewältigen haben. Doch "die Kugeln des Feindes fliegen für alle Soldaten gleich schnell, egal ob sie nun mit Kampf- oder mit Logistikaufträgen befasst sind". Im abgelaufenen Quartal hatten die Soldaten außerdem die technische Materialprüfung zu bewältigen und Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit wie den erfolgreichen "Tag der offenen Tür" zu stemmen.

Oberstleutnant Brux dankte auch den Kommunen und Vereinen, insbesondere aus den Patengemeinden, für die hervorragende Zusammenarbeit. Die Soldaten seines Bataillons seien bestens in die Region eingebunden und integriert. Vor allem bei den Auslandseinsätzen gebe das den nötigen Rückhalt.

Bei einem Blick auf die derzeitige Einsatzplanung des Bataillons führte der Kommandeur aus, dass nach dem derzeitigen Stand demnächst zwei Kompanien und ein Bataillonsstab unter seiner Führung für sechs Monate in das Einsatzland Afghanistan gehen werden. Dies bedürfe einer umfangreichen Vorbereitung. Doch mit dem Leitsatz des Bataillons "Nur gemeinsam sind wir stark" werde es auch gelingen, diese Aufträge zu meistern.

Nächste Karriere-Stufe

Zum Abschluss wurden einige Soldaten mit Anerkennungen, Bestpreisen, Einsatzmedaillen und Ehrenkreuzen der Bundeswehr ausgezeichnet. Einige Soldaten sind zu ihrem nächsthöheren Dienstgrad befördert worden, darunter Stabsunteroffizier Alexander Barth zum Feldwebel und Stabsfeldwebel Ronny Peipe zum Oberstabsfeldwebel. Abschließend verabschiedete der Kommandeur noch einige Soldaten aus dem Bataillon und beendete den Appell mit dem Schlachtruf "Panzergrenadier - dran, drauf, drüber".
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