17.06.2004 - 00:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Bauausschuss in der Marktmühle - Mit den Kosten von 1,7 Millionen Euro voll im Rahmen Diskussionen über Farbe des Putzes

In vier Wochen beim Oberviechtacher Bürgerfest kann sich die Bevölkerung ein Bild vom Baufortschritt der Marktmühle machen. Die Mitglieder des Bauausschusses besichtigten das künftige Museum zusammen mit den Architekten Josef und Christian Schönberger bereits am Dienstagnachmittag.

von Michaela Lowak Kontakt Profil

"Der Außenputz ist bis auf die letzte Lage fertig", sagte Christian Schönberger. "In den nächsten Wochen können schon die Maler kommen". Innen ist der Estrich verlegt, die Rohinstallationen sind fertig. "Und die Treppe ist pünktlich gekommen", freute sich der Architekt. In den nächsten Tagen stehen nur noch kleinere Restarbeiten an. "Es läuft relativ gut", so sein Fazit.

Zufrieden kann die Stadt Oberviechtach auch mit der Entwicklung der Kosten sein. "Mit 1,7 Millionen Euro liegen wir voll im Rahmen, zur Zeit es sogar 1,3 Prozent weniger", zog Josef Schönberger Bilanz. Lediglich den Sonnenschutz, die Gebäudereinigung und die Schließanlage müssten noch ausgeschrieben werden. Die Außenanlagen seien erst demnächst ein Thema.

Um dennoch bei allen Entscheidungen den richtigen Ton zu treffen, war der Bauausschuss gefragt. Die Schönbergers präsentierten dem Gremium Buchtal-Platten in drei verschiedenen Rot-Nuancen, die für das Erdgeschoss des Altbaus vorgesehen sind. "Ich würde die Farbe weder zu hell noch zu dunkel wählen", empfahl Josef Schönberger. Die Räte sahen das ebenso.

Auch beim Parkett für das Obergeschoß (Altbau) war sich die Runde schnell einig und gab dem Stabparkett den Vorzug. Im Treppenhaus wird "Flossenbürger Granit" verwendet und für den Dachboden reicht Linolium. Granit wird ebenfalls in dem lichtdurchfluteten Raum im Neubau verlegt.

Zu keiner Einigung kamen die Mitglieder des Bauausschusses, als es um die Farbe des Außenputzes ging. Landesamt für Denkmalpflege und Regierung der Oberpfalz befürworten für den Altbau einen hellen Ton. Beim Neubau scheiden sich allerdings die Geister. Während dieser laut Denkmalpflege durchaus in einem kräftigen Ton gestrichen werden könnte, sollte das neue Gebäude nach Regierungswünschen dem Altbau angepasst werden. Diese Meinung vertrat auch Reinhold Malzer: "Alles andere wäre kasperlhaft!" Andere Räte sahen dies nicht so. Sie könnten sich durchaus einen kräftigen Gelb-, Rot- oder Grünton vorstellen.

Josef Schönberger schlug einen Kompromiss für den Neubau vor. "Wir testen die Farbe erst mal an einem kleinen Stück und dann können wir immer noch entscheiden"

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