11.02.2004 - 00:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Eine logische Folge des Dienstes in der Bundeswehr - Jahresbilanz des BSB Frauen in die Traditionsvereine

"Frauenpower beim Kriegerverein", das hat es bisher in Oberviechtach noch nicht gegeben. Dieses Vorhaben soll aber in den nächsten Jahren noch weiter forciert werden, denn durch den Dienst von Frauen in der Bundeswehr sei die Integration der Frauen in die Traditionsvereine eine logische Folge ist.

von Christof FröhlichProfil

Das war die positivste Nachricht in der Jahreshauptversammlung des Bayerischen Soldatenbundes (BSB) am Sonntagnachmittag im Vereinslokal Gresser. Der besondere Gruß des Vorsitzenden galt unter anderem dem Ehrenmitglied Thomas Schießl und dem Neumitglied Hans-Dieter Taubert. Im Totengedenken wurde insbesondere den 2003 verstorbenen Kameraden Georg Reger, Adolf Zinkl, Johann Fleißer, Josef Meier und Richard Schießl gedacht.

178 Mitglieder

Vorsitzender Josef Hauer freute sich in seinem Tätigkeitsbericht über die Neuaufnahme von zehn Frauen, womit der Frauenanteil im Verein immerhin schon 5,62 Prozent beträgt und der Mitgliederstand auf 178, davon 101 Reservisten, angewachsen ist. Zweiter Vorsitzende Gustl Ring hatte zusammen mit Leo Weinig sechs Krankenbesuche vorgenommen und 19 Kameraden zu runden Geburtstagen gratuliert. Bei der Kriegsgräbersammlung wurden wieder sehr gute Sammelergebnisse erzielt.

Auch 2003 nahm die Kameradschaft an Festen in der Region und an weltlichen und kirchlichen Festen im Stadtbereich sowie an Veranstaltungen der Bundeswehr (Neujahrsempfang, Gelöbnissen, Kommandoübergaben) teil, wobei das kameradschaftliche Verhältnis zu den Soldaten des Bataillons, insbesondere zur Patenkompanie weiter gefestigt wurde. Hauer schloss seinen Bericht mit den Worten: "Wir stehen zu unseren Soldaten und zur Bundeswehr, die Kameradschaft steht auch zur Wehrpflicht".

Gutes Miteinander

Nach dem Bericht von Schatzmeister Manfred Schwander unterstrich Bürgermeister Wilfried Neuber die Bedeutung der Bayerischen Krieger- und Soldatenvereinigung (BKV) und des BSB, die aktiv für Staat, Heimat und Vaterland eintreten und solidarische Unterstützung der Bundeswehr leisten. Damit verdiene der Soldatenbund die Achtung, Beachtung und den Dank der Stadt. Sein besonderer Dank galt für das gute Miteinander zwischen der Kameradschaft und der Patenkompanie und allen Soldaten der Garnison.

"Wir brauchen unsere Bundeswehr, die Bundeswehr und ihre Soldaten brauchen aber auch mehr denn je unsere Solidarität und unsere Verbundenheit, damit die Soldaten den immer größeren Herausforderungen ihres Dienstes gerecht werden können", bekräftigte Neuber.

Josef Hauer geehrt

Gustl Ring und Manfred Schwander richteten Dankesworte an den Vorsitzenden Josef Hauer, der seit über 30 Jahren Mitglied ist, neun Jahre Schatzmeister war und seit März 1991 dem BSB und seit vielen Jahren auch der Kreisvorstandschaft des BKV vorsteht. Mit vielen Auszeichnungen dankte ihm dafür auch die BKV.

Im vergangenen Jahr habe Hauer elf Kameraden und acht Frauen in den Verein aufgenommen und ihn seit der Übernahme des Vorsitzes vorbildlich geführt. Dafür zeichneten ihn die Vorstandsmitglieder mit der BKV- Armbanduhr aus und baten ihn, dem Verein auch weiterhin an "vorderster Front" zu dienen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.