13.08.2014 - 00:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

"Für Kinder ist Bewegung wichtig" - Dr. Weidinger referiert in der Asklepios-Klinik Öfter mal das Auto stehen lassen

Dr. Josef Weidinger informierte zahlreiche Eltern über den Nutzen von Bewegung im Kindesalter. "Schalten sie öfters mal den Fernseher aus und unternehmen Sie einen Spaziergang", appellierte der Kinderarzt. Bild: hfz
von Redaktion OnetzProfil

Der Nabburger Kinder- und Jugendarzt Dr. Josef Weidinger hielt kürzlich im Speisesaal der Asklepios Klinik einen Vortrag über den Nutzen von Bewegung im Kindesalter und die Verhinderung von Unfällen. Zu der Veranstaltung hatte das Netzwerk "Junge Familie - Ernährung und Bewegung" eingeladen.

Hauswirtschaftsdirektorin Elisabeth Beer vom Landwirtschaftsamt Nabburg stellte in ihrer Einführung das Netzwerk "Junge Familie" mit seinem umfangreichen Angebot vor. Anschließend ging Dr. Weidinger auf die Bedeutung von kindlicher Bewegung zur Verhinderung späterer Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, erhöhte Blutfette, Zuckerkrankheit und Haltungsschäden ein. Gleichzeitig werden damit Geschicklichkeit und Reaktionsvermögen verbessert.

Nachgewiesen ist auch der positive Einfluss auf die kognitive Entwicklung. "Schalten Sie einfach den Fernsehapparat aus", empfahl der Referent den Eltern.

Kinder haben einen ausgeprägten Bewegungsdrang und Freude am Rennen. Sinnvoll sei, das Auto mal stehen zu lassen und kürzere Strecken zu Fuß zu gehen. Besonders beliebt bei Kindern sind Spaziergänge abseits von Straßen im Wald oder auf Feldwegen, so dass sie ungebremst toben können. Zusammen mit anderen Kindern macht dies noch mehr Spaß. Kleinkinder sollten sich täglich mindestens 90 Minuten bewegen. "Für gesunde Kinder gibt es kein Zuviel", bekräftigte der Referent. Im zweiten Teil des Vortrags stellte Dr. Weidinger umfangreiche Statistiken zu Unfällen im Kindesalter vor. Nicht Durchfall oder Krebs seien in Deutschland die häufigste Todesursache bei Kindern außerhalb der Neugeborenenzeit, sondern Unfälle.

Den größten Anteil haben Verkehrsunfälle, gefolgt vom Ertrinken. Säuglinge seien am meisten durch Ersticken gefährdet. Er berichtete aus seiner langjährigen Erfahrung und gab viele Tipps zur Vermeidung.

Nicht die Kinder, so Dr. Weidinger, kann man ändern, wohl aber die Umgebung, in dem man auf "Gehfrei" verzichtet, den Gartenteich richtig absichert und beim Radfahren konsequent einen Helm benutzt.

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