Für "Oberviechtacher Tafel" rückt Neunburger Ausgabestelle an die Kapazitätsgrenze
Neue Kunden mit Sprengkraft

Landrat Thomas Ebeling (Zweiter von rechts) weiß die Arbeit der "Oberviechtacher Tafel" zu schätzen. Dr. Friedrich Keller (rechts) rechnet damit, dass mit neuen Asylbewerbern in Neunburg auf sein Team gewaltige Herausforderungen zukommen. Bild: weu
Lokales
Oberviechtach
11.08.2014
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Um einen Einblick in die Arbeit der "Oberviechtacher Tafel" zu erhalten, hat Landrat Thomas Ebeling die Ausgabestelle in der Nabburger Straße besucht. Auch zweite Bürgermeisterin Christa Zapf, Stadträtin Barbara Ruhland und Lions-Präsident Peter Eckstein nahmen das Angebot wahr, sich vor Ort über die Hilfseinrichtung zu informieren.

Da die "Oberviechtacher Tafel" als "Selbstversorger" für alle Unkosten wie Miete, Strom und Lieferwagen aufkommen muss und auf Spenden und Vereinsbeiträge angewiesen ist, verhehlte Dr. Friedrich Keller nicht, dass Unterstützung durch den Landkreis wünschenswert wäre. Als Problem wurde die mangelnde Busanbindung aus dem Umland nach Oberviechtach angesprochen.

"Viele unserer Kunden können nicht zur Ausgabestelle kommen, oder sie können sich den Bus nicht leisten", betonte Dr. Keller. Als große Herausforderung sah Dr. Keller die geplante Zahl an Asylbewerbern, die besonders die Kapazität der Ausgabestelle in Neunburg sprengen würde. "Wir fahren jetzt schon alle Supermärkte und kleineren Geschäfte im Einzugsbereich unserer Tafel an", merkte er an, "mehr Lebensmittel bekommen wir nicht". Zudem dürfe die Tafel keine Lebensmittel zukaufen. Landrat Ebeling betonte, dass im Zusammenhang mit den Asylsuchenden noch Vieles geregelt werden müsse, er zeigte sich auch zuversichtlich, dass dies gelingt. "Es freut mich, dass es die Tafel gibt", sagte er und lobte die gepflegten Räumlichkeiten und das große Engagement der Mitarbeiter: "Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung Bedürftiger, dafür danke ich Ihnen." Dr. Keller, der sich seit Gründung der Tafel unermüdlich für die Hilfe Bedürftiger einsetzt, verabschiedete die Gäste mit den Worten: "Es macht immer noch Spaß!"
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