19.11.2013 - 00:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Gymnasiasten forschen für Projekt "So reden wir" im Altenheim - Lehrreiche Kooperation Dialekt verbindet Alt und Jung

"So reden wir" lautet der Titel eines Dialektprojekts, das der Bayerische Rundfunk derzeit in Zusammenarbeit mit dem Staatsministerium für Unterricht und Kultus angeleiert hat. Die Ausschreibung ging unlängst an alle Schulen des Freistaats mit der Bitte um Bewerbung. Studiendirektor Dr. Ludwig Schießl hat für das Ortenburg-Gymnasium ein Konzept für eine Schülergruppe ausgearbeitet, das nun am 16. Dezember beim Bayrischen Rundfunk in München präsentiert wird.

Wie Reporter fühlten sich die Schülerinnen, als sie mit dem Mikrofon die Senioren zum Thema "Früher und heute" befragten und dabei zeitgemäße Dialektpflege praktizierten. Bild: slu
von Autor SLUProfil

"Der Dialekt als Brücke zwischen den Generationen - Schülerinnen des Ortenburg-Gymnasiums im Gespräch mit Bewohnern des Alten- und Pflegeheims Oberviechtach" lautet der Titel des Projekts für die siebte und achte Jahrgangsstufe. Damit vertritt die Schülergruppe des Ortenburg-Gymnasiums (OGO) die Oberpfalz bei der Präsentation der Beiträge im Funkhaus.

Die Idee für den Oberviechtacher Beitrag wurde vor dem Hintergrund der Tatsache geboren, dass das Gymnasium seit dem Schuljahr 2010/11 unter der Federführung von Studienrat Stephan Sturm eine sehr produktive und für alle Beteiligten lehrreiche Kooperation mit dem Alten- und Pflegeheim unterhält. Nach entsprechenden Beratungen zwischen Dr. Ludwig Schießl, Studienrätin Dr. Nadine Kilgert-Bartonek und einer vorbereitenden Sitzung der zuständigen Reporterin des BR, Margit Plößner mit den zwölf beteiligten Schülerinnen stand das Treffen mit zehn Heimbewohnern an. Geplant waren Interviews im Dialekt zum vorgegebenen Rahmenthema "Früher und heute".

In der Vorreiterrolle

Karl-Heinz Stoppa in seiner Funktion als geschäftsführender Gesellschafter hieß die Anwesenden, unter ihnen auch Oberstudiendirektor Günter Jehl, willkommen. Er hob die hervorragende Zusammenarbeit zwischen dem OGO und seiner Einrichtung hervor und sprach von einer "Vorreiterrolle" in Bayern. Jehl wies darauf hin, dass sein Gymnasium wohl das einzige in Bayern sei, das über zwei promovierte Dialektologen als Lehrkräfte verfüge, was dem aktuellen Projekt sehr zugute komme.

Dr. Schießl führte in das Konzept ein und bezeichnete es als hervorragende Möglichkeit, den von ihm entwickelten Ansatz einer zeitgemäßen Dialektpflege einmal mehr in die Tat umsetzen zu können.

Nach dem offiziellen Teil machten sich die Schülerinnen, ausgestattet mit einem Mikrofon, ans Werk und führten in Zweiergruppen mit den Heimbewohnern Gespräche im Dialekt. Dabei entwickelte sich eine einzigartige Dynamik, die durch lebhaftes Erzählen, Nachfragen und Austauschen von Erfahrungen gekennzeichnet war. Man sah es den Senioren an, dass sie als "Probanden" regelrecht aufblühten und ihre Rolle genossen.

Fülle von Material

Mit einer Fülle von Material, das von den Schülerinnen unter Anleitung von Margit Plößner in einer eigenen Sitzung bearbeitet und für den Beitrag fertig gemacht wird, sowie reich an Erkenntnissen machte sich die Schülergruppe wieder auf den Weg zum Gymnasium.

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