27.04.2012 - 00:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Heilpraktiker Oliver Günzler referiert über Burnout: "Stress ist Herzinfarkt der Seele" - ... Erschöpfung und Angst vorm Scheitern

Oliver Günzel referierte über stressbezogene Beschwerden. Bild: slu
von Autor SLUProfil

"Burnout - Ausgebrannt" lautete der Titel des Vortrags, zu dem die Kolpingsfamilie in das Pfarrheim geladen hatte. Heilpraktiker Oliver Günzler übt seinen Beruf seit zwölf Jahren aus, und zwar zuerst in München und seit heuer in Oberviechtach.

Zu Beginn seiner Ausführungen, in denen er natürliche und einfache Wege heraus aus dem Stress und der "Sinnlosigkeit" aufzeigte, betonte der Referent, dass es sich bei Burnout nicht um eine offizielle Krankheit handle. Vielmehr sei dieser Zustand der Endpunkt einer Entwicklung, die mit idealistischer Begeisterung begonnen und über frustrierende Erlebnisse zur Desillusionierung geführt habe: "Schätzungen zufolge ist fast ein Viertel der Erwerbstätigkeiten in Deutschland chronisch erschöpft. Während die Leistungsfähigkeit abnimmt, nehmen die emotionale Erschöpfung und die Angst vor dem Scheitern zu. Betroffene fühlen sich vollkommen überfordert und begraben unter einer Fülle von Erwartungen, die andere stellen."

Zum Ausdruck, so Günzler, komme dieser Zustand durch ein Zusammenspiel von körperlichen und geistigen Symptomen. Welch große Bedeutung dieser Aspekt inzwischen in der Bevölkerung habe, zeige die Tatsache, dass 75 bis 80 Prozent der Hausarztbesuche in Deutschland durch stressbezogene Beschwerden verursacht würden. Er ging sogar so weit, Stress im Sinne von "Weiter-Schneller-Mehr" als eine Epidemie zu bezeichnen, die ansteckend wirke. Um die Tragweite seiner Aussage zu verdeutlichen, sprach er in diesem Zusammenhang vom "Herzinfarkt der Seele". Hinsichtlich der Behandlungsmethoden empfahl er eine ganzheitliche Sicht. Folgende Faktoren gelte es dabei zu bedenken: Geistiger, körperlicher, chemischer, emotionaler bzw. seelischer und elektromagnetischer Stress. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, seien natürliche Wege in die Gesundheit nötig, ausgehend von den Fragen: Was gibt Energie? Was nimmt Energie? Dabei spielten die eigenen psychologischen und emotionalen Erwartungen, ein hohes Maß an körperlicher Bewegung und entsprechende Essgewohnheiten eine Rolle.

Mit dem Zitat von Mahatma Gandhi: "Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt", beendete der Referent seinen Vortrag. Vorstandsmitglied Lydia Hösl dankte mit einem Eisenbarth-Elixier.

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