Humorist Anderl Lobinger in Bestform - Viele Gäste bei Josefifeier des Oberpfälzer Waldvereins
Freibier, Witze und Wirtshausmusik

Lokales
Oberviechtach
24.03.2010
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Er war einmal ein schöner Feiertag, der "Josefitag". Schon im 14. Jahrhundert feierten einige kirchliche Orden den Gedächtnistag des heiligen Josef, dem Nährvater Christi am 19. März jeden Jahres. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde dieser Tag von den Päpsten Gregor XV. und Urban VIII. zu einem gebotenen Feiertag erhoben. Der ehemalige Bayerische Ministerpräsident Alfons Goppel schaffte den arbeitsfreien Tag im Jahr 1968 ab.

Dieser ehemals beliebte und mit viel Brauchtum verbundene Feiertag lebte aber insgeheim in den Herzen weiter und so organisierte am 23. März 1985 der damalige 1. Bürgermeister der Stadt Oberviechtach Josef Spichtinger als Gründungsvater und Vorsitzender des "Oberpfälzer Waldvereins" (OWV) Zweigverein Oberviechtach zum ersten Mal eine Josefifeier im damals noch jungen Soldatenheim. Seitdem ist diese alljährlich stattfindende Gedenkveranstaltung längst zur Tradition geworden, allerdings seit einigen Jahren im Oberviechtacher Pfarrheim.

"Blecherne Saitn" dabei

Auch am Samstag war es wieder so weit, als die OWV-Vorsitzende Emmi Schießl die wiederum zahlreichen Besucher begrüßte, unter ihnen Bürgermeister Heinz Weigl und Altbürgermeister Wilfried Neuber, sowie die Nachbarvereine aus Stadlern, Schönsee und Eslarn. Sie gratulierte allen Josefs und Josefinen und bot den anwesenden Namensträgern ein Freibier an.

Und wieder wie seit vielen Jahren gewohnt übernahm der ehemalige Fahrlehrer, mit seinem "trockenen Humor" als Humorist bekannte Anderl Lobinger das Zepter für die Moderation und begann gleich mit einer sehr sinnvollen Bauernregel die da lautet: "Wenns erst amal Josefe is, na endet a da Winter g'wiss".
Lobinger gab im Laufe des Abends wieder viele Anekdoten und lustige Erzählungen zum Besten, dabei befasste er sich nicht nur mit der Nostalgie, sondern auch mit der Euroumrechnung bis hin zur aktuellen Politik. Er machte sich auch Gedanken darüber, wie er diesen Job am leichtesten loswerden könnte, vielleicht so wie Fastenprediger Lerchenberg auf dem Nockerberg. Und im fließenden Akkord leitete er über zu den "Vöichtacher Rucksogmusikanten", die wie auch die beiden nachfolgenden Gruppen schöne Weisen wie den "Böhmische Traum" aufführten. Deren Leiter Alwin Heim verknüpfte die dargebotenen Stückln ebenfalls mit deftigen Witzen, so dass die Lachsalven kaum verstummten.

Völlig nahtlos mündete dann die böhmische Wirtshausmusi der "Rucksogmusikanten" mit der Frage "Wos gibt's denn heind af d'Nacht" ein in die Darbietungen des Musiktrios "Blecherne Saitn" aus Schnaittenbach, die mit ihrem Lied "Bisd a dau, bisd a dau, af di woad i scho lang" jeden einzelnen Gast noch einmal begrüßten. Deren Frontmann Franz Gericke lästerte dann nicht zu Unrecht über seine "Wampn" und wünschte sich gemeinsam mit seiner Frau Ingrid "Weg mit dem Speck"!

Zungenbrecher

Eine völlig andere Musikrichtung präsentierte dann Markus Lößl mit seiner "Familienmusi". Dabei ließ besonders Tochter Stephanie mit ihrer Stimme aufhorchen. Aber auch die Darbietungen ihres neunjährigen Bruders "Markus junior" erhielten viel Applaus. Und selbst den Zungenbrecher vom "Ast am Bam" und "der Maus mit der Laus" meisterte er zur vollen Zufriedenheit der Zuhörer, die wie immer gut gelaunt den Nachhauseweg antraten.
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