25.11.2008 - 00:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Lehrer über Kooperation "Schule und Museum" informiert - Handreichung vorgestellt Unterricht mit Doktor Eisenbarth

"Doktor Eisenbarth aus museumspädagogischer Sicht" lautete der Titel der Fortbildungsveranstaltung für Lehrkräfte, die kürzlich im Kulturzentrum in der Marktmühle stattfand. Initiiert wurde die Veranstaltung vom Staatlichen Schulamt; die Organisation oblag Siegfried Bräuer, selbst Schulmann und im Vorstand des Museumsverein Oberviechtach für den Bereich Museumspädagogik verantwortlich.

von Autor SLUProfil

Damit betrat der Museumsverein Neuland, denn zum ersten Mal wurde eine Fortbildung angeboten. Die Zielsetzung bestand darin, im Sinne der Kooperation "Schule und Museum" interessierte Lehrkräfte mit dem Lernort Museum vertraut zu machen und ihnen konkrete pädagogisch-didaktische Hilfestellungen an die Hand zu geben. Dies erfolgte in Form einer vom museumspädagogischen Arbeitskreis des Museumsvereins erarbeiteten Handreichung zum Thema "Doktor Eisenbarth".

Die Lehrer verschiedener Schularten aus der Region zeigten sich vom Ablauf und den Inhalten des Gebotenen sehr angetan und würdigten damit die Bemühungen der Verantwortlichen des Museumsvereins, das Doktor Eisenbarth- und Stadtmuseum regional und überregional zu einem Ort der Begegnung, der Erfahrungen und der lebendigen Auseinandersetzung zu machen.

Ihr Interesse, ihre Diskussionsfreude, ihre aktive Mitarbeit und ihre konstruktiven Beiträge gaben Zeugnis davon, dass es Siegfried Bräuer mit seiner abwechslungsreichen Präsentation gelang, sie für museumspädagogische Belange zu sensibilisieren. Im Idealfall könnte daraus eine Zusammenarbeit auf der Basis wechselseitiger Anregungen entstehen, die mittelfristig in entsprechende Konzepte für Museumsbesuche mit Schulklassen münden könnte.

Szenen aus Festspiel

Der Ablauf der Fortbildung sah zunächst eine Einführung in das Leben und Wirken Doktor Eisenbarths vor, die mit filmischen Sequenzen des Doktor-Eisenbarth-Festspiels illustriert wurde. Die Überleitung zur Vorstellung der Handreichung erfolgte mit einigen Szenen aus dem Eisenbarth-Hörspiel, geschrieben von Beatrix Hilburger. Mit einem für jeden Teilnehmer zur Verfügung gestellten Exemplar der Handreichung konnte sich ein jeder einen Eindruck von Aufbau, Inhalten und praktischer Verwendbarkeit verschaffen.

Nach dem ersten Programmpunkt hieß der Vorsitzende des Museumsvereins, Altbürgermeister Wilfried Neuber, die Teilnehmer willkommen, dankte ihnen für ihr Engagement, ließ die Entwicklung des Museums Revue passieren und gab einen Einblick in die Konzeption. Vor der Pause, in der die Pädagogen von der zweiten Bürgermeisterin Christa Zapf mit Kaffee und Gebäck bewirtet wurden, erfolgte ein Rundgang durch die Ausstellung "Doktor Eisenbarth und seine Zeit", fachkundig erläutert von Museumsführer Ernst Rücker.

Agierend nähern

Im Sitzkreis wurde der theoretische Teil zum Abschluss der Veranstaltung mit einem konkreten museumspädagogischen Beispiel aufgelockert: Jeder der Teilnehmer wurde gebeten, aus einem vorbereiteten Korb einen Gegenstand zu entnehmen und eine Assoziation zu einem Aspekt Eisenbarths herzustellen. Die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der spontanen Äußerungen ließ erahnen, wie unterhaltsam es für Kinder und Jugendliche sein könnte, sich dem Museum nicht reagierend, sondern agierend zu nähern.

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