MdB Karl Holmeier: Das schnelle Internet soll in Zukunft zur Grundversorgung gehören
Ziel: Breitband in jede Ortschaft

Lokales
Oberviechtach
18.04.2013
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"Unser Ziel ist, Breitband in jede Ortschaft zu bringen", verkündete MdB Karl Holmeier bei der Info-Veranstaltung des CSU-Ortsverbands in der Hammerschänke in Lukahammer. "Das schnelle Internet sollte in Zukunft in Bayern zur Grundversorgung gehören", forderte der CSU-Landtagskandidat Alexander Flierl.

Mit der Frage "Warum ist in den vergangenen Jahren auf dem Gebiet der Breitbandversorgung in unserer Region so wenig passiert?", eröffnete der CSU-Ortsvorsitzende Christian Schneider die Versammlung.

Zum Einstieg berichtete Vorstandsmitglied Christian Schilling über den aktuellen Versorgungsstand der Breitbandtechnik in der Region. Seiner Meinung nach ist das Oberviechtacher Stadtgebiet einigermaßen gut versorgt, wobei aber im ländlichen Raum ein totaler Unterschied herrscht.

Aus der Praxis

Obwohl das Thema Breitband schon seit Jahren im Gespräch ist, war die Unsicherheit über den tatsächlichen Versorgungsausbau zunächst sehr groß, berichtete MdB Karl Holmeier. Aus diesem Grund startete er in seiner Heimatgemeinde im Jahr 2007 in Zusammenarbeit mit dem Frauenhofer Institut ein Pilotprojekt und nach verschiedenen Sondierungsgesprächen fasste die Gemeinde den Entschluss, den Ausbau in eigener Regie durchzuführen. Mit tatkräftiger Unterstützung der Bundesnetzargentur wurde geplant und das Leitungsnetz auf verschiedene Verteiler verlegt.
Die Gemeinde ist somit Eigentümerin und erhält über den Betreiber von jedem Anschluss pro Monat fünf Euro. Aufgrund dieser gesammelten Erfahrungen ist sich Holmeier sicher, dass im zeitlichen Rahmen von zwei bis drei Jahren jede Ortschaft mit Breitband versorgt ist. In einer diesbezüglichen Veröffentlichung des Bundestags vom November 2012 heißt es, dass etwa die Hälfte der Menschen in Deutschland in ländlichen Gebieten lebt.

"In ihren Landschaften, in ihren Dörfern, kleinen und mittleren Städten erleben sie Heimat, mit der sie eng verbunden sind. Wir wollen den Menschen und insbesondere auch der jungen Generation Zukunftsperspektiven in ihrer ländlichen Heimat geben", meinte Holmeier.

Die zentrale Aufgabe ist dabei die Verbesserung der Standortbedingungen des ländlichen Raums durch eine flächendeckende gleichwertige Teilhabe von städtischen und ländlichen Regionen am schnellen Internet und an der Verhinderung der digitalen Spaltung Deutschlands. "Das von der Bayerischen Staatsregierung unterstützte Förderprogramm, welches mit 500 000 Euro Zuschuss pro Gemeinde ausgestattet ist, muss mit Leben erfüllt werden", so der MdB. Mit diesem Ausbau des schnellen Internets in der Fläche mit Bandbreiten von 50 Mbit/s übernehme Bayern europaweit eine führende Rolle.

Hohe Investitionen

In diese Kerbe schlug auch Alexander Flierl, der aber kritisierte, dass vor 17 Jahren schon mit dem Aufbau einer Datenautobahn begonnen wurde, aber dies immer noch nicht zu Ende gebracht ist. "Das schnelle Internet gehört zur Daseinsvorsorge" betonte Flierl. Der Bayerische Staat investiert in den nächsten Jahren dafür eine halbe Milliarde Euro. Gerade in Bezug auf den demografischen Wandel sei die Attraktivitätssteigerung für Zuzüge und gegen Abwanderung von enormer Wichtigkeit.

Laut Flierl ist ein zeitlicher Rahmen von zwei bis drei Jahren vorgesehen, bis jede Ortschaft in Bayern mit schnellem Internet versorgt ist. Für den Bereich Oberviechtach schlug er vor, in einem Paket alles zusammenzufassen, wo noch Bedarf besteht.
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