08.03.2004 - 00:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Panzergrenadierbataillon 362 in Oberviechtach bereits heimisch - Verlegung "glückliche Fügung" Argument für Zukunft der Garnison

"Wir sind glücklich, hier eine neue militärische Heimat gefunden zu haben", brachte Karl Zollmann zum Ausdruck. Der Oberstleutnant der Reserve, Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 362, das seit Juli in der Grenzland-Kaserne stationiert ist, dankte der Stadt für einen "Empfang mit offenen Armen".

von Christof FröhlichProfil

Beim Empfang in den Räumen der Unteroffiziersheimgesellschaft (UHG) übermittelte dieses nichtaktive Bataillon seinen Dank an Bürgermeister Wilfried Neuber. "Ihre Anwesenheit zeugt deutlich das unkomplizierte, offene und herzliche Verhältnis zwischen der Stadt und Bundeswehr bestehe", so Zollmann weiter.

Neue Heimat entdecken

Nachdem im Juli des vergangenen Jahres die Verlegung des Bataillons (das fast nur aus Reservisten besteht) von Mellrichstadt nach Oberviechtach verlegt worden war, sei es nun an der Zeit, dass sich seine Soldaten, die aus dem gesamten Bundesgebiet kommen, mit ihrer neuen Heimat vertraut machten. Sowohl von den aktiven Soldaten als auch der Stadt sei die 362 mit offenen Armen aufgenommen worden.

Das Bataillon war als aktiver Verband von 1959 bis 1992 in Walldürn im Odenwald stationiert. Im Zuge der ersten großen Reduzierung der Bundeswehr im Jahr 1992, war es aus dem aktiven Dienst gestellt und ihr Großgerät in Hammelburg "langzeitgelagert" worden. Das Personal fand neue Aufnahme in Mellrichstadt. Mit dem dortigen aktiven Panzergrenadierbataillon 352 wurde eine Stamm- und Aufwuchsbeziehung aufgebaut.

Zum Bataillon 362 gehörten von da ab nur noch drei aktive Soldaten, der Rest sind alles Reservisten, die sich in Truppen- oder Einzelwehrübungen und sogar in Auslandseinsätzen bis hin zum heutigen Tag in ihren Funktionen "fit" gehalten haben. Im Zuge einer weiteren Reduzierung der Militärstreitkräfte schlug 2003 für das Bataillon wieder die Stunde der Verlegung mit einem Marschbefehl in den Standort Oberviechtach. "Nach dem jetzigen Wissensstand eine glückliche Fügung", so der Kommandeur. Denn die früheren Kommandeure, die Oberstleutnante Klaus Bils und Jürgen Rekoskum stammen aus dem Grenadierbataillons 362.

Der Empfang am Freitag bildete gleichzeitig die erste offizielle Besprechung des Führerkorps in der Eisenbarth-Stadt. Neben Stabsfeldwebel Friedrich Seipel, Bataillonsfeldwebel und einziger aktiver Soldat des Verbandes am Standort, war auch Bürgermeister Wilfried Neuber dazu geladen worden. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, die Soldaten endlich persönlich in Oberviechtach willkommen heißen zu dürfen.

Auf Zukunft angestoßen

Das Stadtoberhaupt verdeutlichte, dass es nun das wichtigste Ziel sein müsse, Oberviechtach als Bundeswehrstadt zu erhalten. Die Tatsache, dass mit den 362-ern in der Grenzland-Kaserne nun ein zweites Bataillons stationiert sei, sein ein Argument für den weiteren Bestand der Garnison. Gemeinsam mit den Soldaten stieß Neuber dann auf eine lange, gemeinsame Zukunft an.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.