20.01.2005 - 00:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Parkregelung in der Altstadt soll nicht geändert werden - Bauausschuss sieht keine Notwendigkeit Polizei lässt beim Parken Spielraum

"Ich weiß nicht, warum wir überhaupt diskutieren", gab Heinz Weigl nach rund einer Stunde zu bedenken. "Wir werden es einfach nicht schaffen, die Unzufriedenheit aller Bürger abzuschaffen." Der Bauausschuss beschäftigte sich am Dienstagnachmittag ausführlich mit dem Thema "Parkplätze in der Altstadt".

von Michaela Lowak Kontakt Profil

Bürgermeister Wilfried Neuber hatte dazu Polizeihauptkommissar Hans Kiesl und den Verkehrssachbearbeiter Rudolf Herold eingeladen. Seit November nehmen die Beamten der Polizeiinspektion Oberviechtach die Parkplatzsituation genauer unter die Lupe. "Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass die Parkplätze in Oberviechtach ausreichen", so PHK Kiesl. "Man muss nur bereit sein, kurze Fußwege in Kauf zu nehmen", lautet sein Gesamtfazit. Regelmäßige Verkehrskontrollen in der Altstadt müssten jedoch sein.

Ein Schwerpunktthema war das Stück zwischen der Buchhandlung Forstner und dem Café Weigl. "Ließe sich hierfür nicht eine andere Zeitregelung finden?", fragte Stefan Schwander. Drei Minuten (eingeschränktes Halteverbot) seien ein wenig kurz. Laut Kiesl gewähre die Polizei hier sowieso eine gewisse Toleranzzeit. Bis zu zehn Minuten durfen Kurzparker hier stehen bleiben.

Der Polizeichef räumte mit dem Vorurteil auf, die Polizei würde mit zweierlei Maßen messen. Dieser Eindruck entstehe, weil das Parken auf den Gehsteigen oder in zweiter Reihe generell nicht erlaubt ist. "Hier darf niemand stehen, auch nicht zum Be- und Entladen." Die Zehn-Minuten-Regelung spiele in diesem Fall keine Rolle. Etliche der Stadträte gaben zu, dass der breite Gehsteig vor dem Gasthof Pösl zum Parken verleite. Reinhold Malzer regte an, auf dem Stück Boller aufzustellen. Der Autofahrer würde sich dann auskennen und der Fußgänger sei geschützt. Der Vorschlag gefiel auch dem Bürgermeister und den restlichen Mitgliedern des Bauausschusses: "Darüber könnten wir einmal Nachdenken."

Eine Kurzparkzone, wie zwischen Mehler und Schmitt, soll dieser Bereich nicht werden. "Dann hätten wir am Abend wieder Lärm in der Stadt", befürchtet Bürgermeister und Polizeihauptkommissar. Hans Kiesl brachte ein gutes Argument dafür, alles so zu belassen, wie es zurzeit ist. "Wenn wir die jetzige Parkregelung aufheben, haben wir die Dauerparker wieder in der Stadt und die blockieren die Parkplätze, die für diejenigen vorgesehen sind, die nur schnell etwas einkaufen wollen."

Das Gremium war sich einig, dass sich die Oberviechtacher nicht beschweren dürften. Wenn zum Beispiel am Sonntag während des Gottesdienste wild durcheinander geparkt werde, schreibe die Polizei nicht auf. "Mir tun nur die Auswärtigen leid, die die Schilder zu Beginn des Altstadtbereiches nicht gesehen haben", so Neuber. "Wenn ein Oberviechtacher einen Strafzettel bekommt, ist er selber schuld." Bis auf die Überlegung, eventuelle zwischen Gasthof Pösl und dem Café Weigl Boller aufzustellen, soll alles beim Alten bleiben.

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