02.09.2014 - 00:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Transport nach Rivne hat Ladekapazität erreicht Von Hilfsbereitschaft begeistert

Hilfe für die Ukraine ist in diesen Wochen nötiger denn je. Rivne, die Partnerstadt von Oberviechtach, ist zwar einige hundert Kilometer vom Kriegsgebiet entfernt, doch fliehen viele Menschen gerade in diese Region. Alles was sie mitbringen, tragen sie meist am Leib.

Der Ansturm war enorm und so hatten die Mitglieder des Vereins alle Hände voll zu tun. Die Hilfsgüter mussten sortiert, gekennzeichnet, gewogen, auf Paletten verladen und in Ladelisten eingetragen werden. Bild: frd
von Christof FröhlichProfil

Das ist natürlich auch dem Verein "Humanitäre Hilfe für die Ukraine in Bayern" durch ständige telefonische Kontakte zu den Freunden bekannt. Deshalb haben sie sich unter der Vereinsführung von Vorsitzenden Anton Grauvogl dazu entschlossen, Mitte Oktober mit einem Hilfstransport in die Ukraine zu fahren. Dazu wurde am Samstag eine Sammelstelle in Schönsee eingerichtet und um Kleider und Sachspenden gebeten.

Ansturm enorm

Der Aufruf im "Neuen Tag" löste ein riesiges Spendenecho aus. In nur wenigen Stunden wurden so viele Hilfsgüter angeliefert, dass die Transportkapazität bereits voll ausgelastet ist und sich eine weitere Sammlung erübrigt. Der Hilfstransport soll voraussichtlich am 16. Oktober verladen werden. Schon vor dem Anliefertermin standen die Fahrzeuge vor der ehemaligen Utz-Halle. Viele waren bis oben hin voll bepackt. Zum größten Teil sind gut erhaltene Bekleidung und Spielsachen angeliefert worden. Diese waren bereits sortiert und verpackt. Die Helfer vom Verein hatten anschließend über Stunden damit zu tun, die Paletten zu füllen.

Das Schuhgeschäft Bauer hat beispielsweise mehrere Kartons neuer und neuwertiger Schuhe angeliefert. Auch von weiteren hilfsbereiten Menschen wurden insbesondere Winterschuhe zur Verfügung gestellt, denn die Wintermonate in der Ukraine sind bekanntlich meist sehr kalt.

Auch medizinische Geräte

Anton Grauvogl und sein Team waren von dieser Spendenbereitschaft mehr als beeindruckt. Gerne, so Grauvogl, würden sie die Spender daran Anteil haben lassen, welch große Freude und Dankbarkeit diese Hilfsgüter bei den Menschen in der Ukraine auslösen. Oft sagen ein Händedruck, ein dankbarer Blick oder strahlende Kinderaugen mehr als Worte, was im Übrigen auch die Belohnung für die Helfer ist, die im Oktober die beschwerliche und bis zu 30 Stunden dauernde Anreise in Kauf nehmen. Der Lastwagen aus Bayern wird diesmal bei einer Sozialstation, an einem Entbindungsheim und an einem Heim für Straßenkinder entladen.

Auch für diesen Transport konnten hochwertige medizinische Geräte, Hilfsmittel für Kranke und Senioren und zahlreiche Fahrräder gesammelt werden. Doch noch liegt jede Menge Organisationsarbeit vor den Vereinsmitgliedern, bis schließlich nach Rivne gestartet werden kann.

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