30.04.2004 - 00:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Unfallbilanz 2003 - Insgesamt weniger Kollisionen als im Vorjahr - Eigelsberger Kreuzung Vier Todesopfer sind zu viel

Vier Menschen mussten 2003 auf der B 22 ihr Leben lassen. Laut Statistik sind das zwar zwei Tote weniger als im Vorjahr, doch wenn es sich um schreckliche Verkehrsunfälle handelt, besteht nie ein Grund zur Freude. Polizeihauptkommissar Erwin Wirnshofer listete am Mittwoch im Oberviechtacher Rathaus die Unfallzahlen des Vorjahres auf.

von Michaela Lowak Kontakt Profil

Wieder einmal war es die B 22, die den vier Verkehrsopfern zum Verhängnis wurde. Am 17. Juli 2003 verunglückte eine Soziusfahrerin an der Teunzer Kreuzung auf Grund eines Vorfahrtfehlers, am 30. August rasten zwei Männer bei Obereppenried in den Tod und am 2. Oktober kostete ein missglücktes Überholmanöver auf Höhe der Einfahrt Hof einem Fahrer das Leben.

Insgesamt nahmen die Verkehrsunfälle jedoch ab. 311 Mal krachte es 2002, ein Jahr später lag die Zahl mit 253 deutlich darunter. Davon gehören 159 zu den so genannten Kleinunfällen, 45 zu den Verkehrsunfällen mit Sachschaden (insgesamt 124 000 Euro) und bei 49 Unfällen wurden Personen verletzt (Sachschaden 381 000 Euro). Die Zahl der Verletzten liegt bei 86, davon waren 49 leicht und 37 schwer verletzt. Eine hohe Aufklärungsrate (54,83 Prozent) kann die Polizeiinspektion bei den Unfallfluchten verbuchen. Von 31 wurden 17 aufgeklärt. Fünf Unfälle ereigneten sich, weil Alkohol mit im Spiel war. Es gab außerdem einen Schulwegunfall sowie drei Disko- und Freizeitunfälle. Als Unfallschwerpunkt entpuppte sich die Eigelsberger Kreuzung an der B 22. Hier krachte es innerhalb von zweieinhalb Monaten viermal. Drei Unfallverursacher waren junge Leute zwischen 21 und 26, einer war 74 Jahre alt. Wegen einer schmierigen und glatten Fahrbahn kam es zwischen Blechhammer und Pirkhof dreimal zu Verkehrsunfällen. Auch hier waren die Fahrlenker zwischen 19 und 24. Hauptunfallursachen waren in erster Linie Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Ausfahren. Es folgen das Nichtbeachten der Vorfahrt und die falsche Straßenbenutzung. Weniger Fehler ereignen sich beim Überholen oder Vorbeifahren.

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