Viel Lob für Jäger der Kreisgruppe - 205 Sauen erlegt - Hegeschau dient der Kommunikation
Verbiss auf sehr niedrigem Niveau

Die bei der Hegeschau ausgestellten Gehörne wurden von Fachleuten mit "gut" bewertet. Bilder: frd (2)
Lokales
Oberviechtach
02.05.2013
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Eine Fülle von lobenden Worten bekam die Jägerschaft der Kreisgruppe Oberviechtach des Bayerischen Jagdverbandes (BJV) bei der Hegeschau im "Fassl" in Schönsee. Insbesondere ein hervorragend ausgefallenes Verbissgutachten für die vier Hegegemeinschaften habe gezeigt, dass das Wild in der Kreisgruppe gut gehegt und in den Wintermonaten gut versorgt wird.

Kreisgruppenvorsitzender Alexander Flierl freute sich, dass neben der zahlreich anwesenden Jägerschaft auch Ehrengäste aus der Politik und von den Fachstellen zur Hegeschau gekommen waren. Diese sei keine reine Trophäenschau, sondern diene auch zum Gedankenaustausch. Auch solle die Öffentlichkeit immer wieder auf die Leistungen der Jäger für Natur und Umwelt hingewiesen werden.

Gute Zusammenarbeit

In ihren Grußworten dankten die Schönseer Bürgermeisterin Birgit Höcherl, BBV-Kreisobmann Hans Wilhelm, CSU-Landtagsabgeordneter Otto Zeitler und CSU-Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier der Jägerschaft, dass sie sich der Natur und dem Wildbestand in besonderer Weise annehmen, in erster Linie Heger sind und ihre Fürsorge über das ganze Jahr hinweg der Kreatur gelte, die ihnen anvertraut ist.

Zeitler sprach auch die Diskrepanzen zwischen einigen Verbänden an und stellte fest, dass sich die Basis in allen Bereichen einig sei und gut zusammenarbeite. Das solle auch weiterhin so bleiben. MdB Karl Holmeier ging auf die Änderung jagdlicher Vorschriften ein, speziell die, dass Grundstückbesitzer nach Angabe stichhaltiger Gründe (das Vorliegen ethischer Gründe), nach einem Grundsatzurteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte, ihre Flächen aus der Bejagung herausnehmen können. Werde das Wild nicht kontrolliert gejagt, so Holmeier, sei eine Gefährdung der Verjüngung der Waldbestände gegeben.
Großes Lob für die Jägerschaft kam auch von Forstdirektor Alwin Kleber vom Amt für Landwirtschaft und Ernährung. Er stellte fest, dass im Kontaktfeld Jagd/Forstwirtschaft die Erstellung des Vegetationsgutachtens mit seinen Neuerungen als Grundlage für die Abschussplanung im Vordergrund steht.

Dabei war im Dienstgebiet im Landkreis Schwandorf festzustellen, dass die Ergebnisse so gut ausgefallen sind, wie dies in den 26 Jahren seit Beginn der Erhebungen noch nicht der Fall gewesen war. Der Leittriebverbiss beim Laubholz sei im Durchschnitt aller Hegegemeinschaften von 23 Prozent im Jahr 2009, auf sehr erfreuliche zwölf Prozent gesunken und damit deutlich günstiger als der bayerische Vergleichswert von 18 Prozent. Die jetzt verabschiedeten Abschusspläne würden eine gute Grundlage bieten. Am Ende der Hegeschau oblag es dem Leiter der Unteren Jagdbehörde, Christian Guder, eine sehr positiv ausgefallene Jahresbilanz vorzulegen, die deutlich machte, dass die Jäger mit ihren Jagdgenossen einmal mehr sehr gut zusammengearbeitet haben. Die Jägerschaft der Kreisgruppe habe ihre Abschusspläne gut erfüllt und die "Schwarzwildprobleme" gelöst.

Auch Fuchs bejagen

Kreisjagdberater Herbert Krauthahn nannte dazu viele Zahlen und Fakten und stellte fest, dass immer noch viel "Fallwild" dem Verkehr zum Opfer fällt. Die Tatsache, dass in drei Jahren insgesamt 25 Rehe zu wenig geschossen worden sind, sei hinnehmbar und könne auf lange Sicht ausgeglichen werden. Die ausgestellten Gehörne waren als "gut" zu bezeichnen und es sei daran zu sehen, dass immer noch kapitales Rehwild seine Fährte ziehe. In den vier Hegegemeinschaften der Kreisgruppe seien immerhin 205 Sauen erlegt worden, die Hälfte davon in der grenznahen Hegegemeinschaft Schönsee. Krauthahn traf auch die Feststellung: "Wer Heger sein will, muss auch den Fuchs bejagen" und sprach die jedes Jahr in der Kreisgruppe stattfindenden "Fuchswochen" als positiv an.
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