06.04.2013 - 00:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Vortrag beim Naturheilverein beleuchtet Qualität und Wirkungsweise Wasser pur besser verwertbar

Der Vorsitzende des Naturheilvereins, Dr. Siegfried Bücherl (links), dankte den beiden Referenten Oliver Günzler (Mitte) und Marcus Henn für ihre interessanten Ausführungen über gutes Wasser. Bild: weu
von Udo WeißProfil

"Etwa vier Tage kann ein Mensch ohne Wasser überleben." Mit dieser Aussage und vielen Informationen rund um "Gutes Wasser - gesundes Wasser" konfrontierte Heilpraktiker Oliver Günzler die Gäste beim Naturheilverein im Emil-Kemmer-Haus. "Wasser ist ein Nahrungsmittel", stellte er klar. 75 Prozent der Erde bestünden aus Wasser, jedoch sei nur ein sehr kleiner Teil zum Trinken nutzbar. Auch der Mensch bestehe zu 75 Prozent aus Wasser, das als Lösungsmittel für Salze und Vitamine sowie als Transportmittel benötigt wird.

"Wasser ist der Trägerstoff für alles Leben in uns", betonte der Referent, "es dient auch als Abführmittel, trägt zur Energiegewinnung bei und unterstützt das Gleiten in den Gelenkspalten." Wasser sei wichtig für die Leistung des Immunsystems, liefere Kraft und Energie für die Gehirnfunktionen, trage bei zur Reduktion von Angst, Stress und Depression und reduziere das Risiko von Schlaganfällen und Herzinfarkten. Auch die Bandscheiben, die zu 85 Prozent aus Wasser bestehen, würden bei Wassermangel Probleme bereiten.
Der fachkundige Referent, der seinen beruflichen Schwerpunkt von München nach Oberviechtach verlegt hat, betonte jedoch, dass man wirklich Wasser trinken solle. Andere Getränke wie Kaffee, Alkohol oder Säfte enthielten auch weitere Bestandteile, die der Körper erst verarbeiten müsse. Als Regel gelte, mindestens 30 Milliliter Wasser pro Kilogramm Körpergewicht zu sich zu nehmen. Er empfahl, die entsprechende Menge im Sichtbereich aufzustellen und regelmäßig zu trinken.

Über die Wasserqualität referierte im Anschluss Marcus Henn, der seit 20 Jahren in der Wasserwerkstatt Nürnberg spezielles Trinkwasser aufbereitet. Zunächst ging er auf die chemische Qualität von Wasser ein. Obwohl Trinkwasser eines der am besten kontrollierten Lebensmittel ist, könne es im Leitungsnetz mit Eisen, Blei oder anderen Stoffen belastet werden. Was aus dem Wasserhahn herauskomme, müsse jeder selber abklären lassen. Deshalb könne man Geräte zum Filtern von Wasser nicht generell empfehlen. Anhand der Inhaltsstoffe verschiedener Mineralwässer verdeutlichte er den Unterschied zu Leitungswasser. "Kohlensäurehaltiges Wasser muss vom Körper verarbeitet werden", gab er zu bedenken. Weichmacher in Getränkeflaschen sowie Pestizide und Hormone im Grundwasser wurden ebenfalls angesprochen. Da Quellwasser in Bewegung ist, habe es eine andere Struktur als Leitungswasser. In der Diskussion wurde besonders die Verwendung von Geräten zum Verwirbeln von Wasser angesprochen.

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