21.01.2008 - 00:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Wahlkampfauftakt der Parteilosen - Bürgermeisterkandidat Weigl: "Mit Sachverstand überzeugen" Erfolgreichen Kurs beibehalten

Keine Versprechen oder Wahlgeschenke, dafür mit Sachverstand überzeugen: Mit dieser Marschroute sind die Parteilosen Wählergruppen und ihr Bürgermeisterkandidat Heinz Weigl in den Wahlkampf gestartet. Über 50 Interessierte hatten sich zum Auftakt im Gemeinschaftshaus in Wildeppenried eingefunden.

von Autor SLUProfil

Stadtrat Josef Bauer wertete den "geradezu überwältigenden Besuch" als Zeichen des Interesses der Bürger an der Kommunalpolitik sowie an der Arbeit der PWG. Bürgermeisterkandidat Heinz Weigl bescheinigte er Führungsqualitäten, Bürgernähe und Sachkompetenz.

Rückblick auf Projekte

Weigl, Hauptreferent des Abends, ging zunächst auf Projekte der ablaufenden Stadtratsperiode ein. Schwerpunkte waren unter anderem die Stadtsanierung, das Museum, die Kanalisation, die Erweiterung und Erneuerung der Wasserversorgung, der Bau von Feuerwehrhäusern und Kläranlagen sowie die Dorferneuerung in Obermurach.

Diesbezüglich wunderte er sich über die Aussage seines Gegenkandidaten von der CSU, dass es in Oberviechtach nicht so weitergehen könne wie bisher: "Warum soll das, was erfolgreich war, nicht fortgeführt werden?" Dieser Eindruck sei durch zahlreiche positive Rückmeldungen bei den Bürgerversammlungen bestätigt worden. Auf Unverständnis stieß die Feststellung eines CSU-Stadtratskandidaten bei einer Versammlung in Obermurach, die Ortsteile seien vernachlässigt worden.
Die Bilanz der vergangenen sechs Jahre bezeichnete Weigl als hervorragend, ebenso die Leistungen in der 19-jährigen Amtszeit von Bürgermeister Wilfried Neuber. 50 Millionen seien investiert worden, von denen ein erheblicher Betrag der örtlichen Wirtschaft zugute gekommen sei. Dies sei auch ein Verdienst der guten Zusammenarbeit in der Fraktion, die sich ihre Gestaltungsmehrheiten stets habe suchen müssen.

An diese Erfolge möchte Heinz Weigl im Falle seiner Wahl in den kommenden sechs Jahren anknüpfen, wobei die Sanierung der Doktor-Eisenbarth-Schule absoluten Vorrang habe. Daneben erwähnte er auch den Erhalt der Bundeswehr, die Stärkung Oberviechtachs als Wirtschaftsstandort sowie die Anliegen der Jugend und der älteren Mitbürger als weitere vordringliche Aufgaben.

"Keine Stimmen erkaufen"

Zum Thema Wahlwerbung merkte Heinz Weigl an, dass er weder Versprechen geben noch Wahlgeschenke, etwa in Form von Pizzas, Kaffee und Kuchen oder Semmeln, machen werde. Dies sei nicht das Demokratieverständnis der PWG. Anstatt sich Stimmen zu "erkaufen" wolle er, getreu seinem Slogan "kompetent - erfahren - bürgernah" durch Sachverstand überzeugen. Diese Attribute verkörperten auch die Kandidaten der beiden Parteilosen Wählergruppen. Weigl erinnerte daran, dass die PWG Oberviechtach und die Parteilose Wählergruppe der Ortsteile sich mit ihrer Versammlungsreihe "Bürger fragen - Stadträte der PWG antworten" seit 30 Jahren kontinuierlich um die Sorgen und Anliegen der Bürger vor Ort kümmerten.

Nach der Kandidatenvorstellung folgte ein Referat von Wilfried Neuber, in dem er die Bürgermeisterkandidaten miteinander verglich. Außerdem warb für eine Stärkung des Grenzlands bei der Kreistagswahl.

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