20.02.2004 - 00:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Zuschuss von 1700 Euro wird gewährt - Zuerst den Kaminkehrer fragen Kosten wie bei Heizöl und Gas

von Christof FröhlichProfil

Professor. Dr. Beer ging detailliert auf die Technik der Holzpellets-Heizungen ein, mit der er selbst seit Jahren gute Erfahrungen gemacht habe. Beim Kauf des Heizkessels mit allen darin enthaltenen technischen Anlagen ist mit einem Preis von 7000 bis 9000 Euro zu rechnen, wobei ein Zuschuss von 1700 Euro gewährt werden kann.

Alles in allem gerechnet betragen die Kosten für eine Kilowattstunde etwa 7,4 Cent, womit die Kosten etwa im Bereich von Heizöl und Gas liegen. Damit sei also die Biomasseheizung in der gleichen Preislage wie die anderen Heizmittel, habe aber die oben genannten Vorteile aufzuweisen.

In einem weiteren Vortrag erläuterte Kaminkehrermeister Reinhard Höhbauer die derzeit geltenden rechtlichen Aspekte der Pellets-Heizung. Da die meisten Zweifamilienhäuser mit einer Heizung unter 15 Kilowatt (damit können etwa 200 Quadratmeter Wohnfläche beheizt werden) auskommen, unterliegen deren Kamine bei einer Feststoffheizung keiner Messpflicht. Auch sind ältere Kamine mit einem Querschnitt von 14/15 Zentimetern nutzbar.

Detailliert ging Höhbauer auf die Bundesemissionsschutzverordnung ein, wonach Heizungen über 15 Kilowatt einmal im Jahr gemessen werden müssen, wofür rund 100 Euro aufzu- wenden sind. Auch die Größe des Heizraumes (bei 20 kW 80 Quadratmeter) ist, genauso wie die Höhe und der Abstand des Kamins zu brennbaren Stoffen und zum Nachbarhaus vorgeschrieben.

Deshalb ist es auch hier sinnvoll, sich schon bei der Planung seines Hauses oder beim Einbau einer Heizung vom Kaminkehrermeister beraten zu lassen. Dies sei in jedem Fall preiswerter als bei Verstößen mit einem hohen Kostenaufwand nachbessern zu müssen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.