19.12.2017 - 20:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

10. Klasse des Ortenburg-Gymnasiums in der Bundeshauptstadt: Politik und Theater in Berlin

Im Nachgang zum Ergebnis der Bundestagswahl im September 2017 regte Oberstudiendirektor Ludwig Pfeiffer bei den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des Emil-Kemmer-Hauses an, die politische Bildung Jugendlicher deutlich zu forcieren, womit er auch auf der Linie der Entwicklung des neuen neunjährigen Gymnasiums in Bayern liegt.

Der Mauerverlauf und das Brandenburger Tor standen auch auf dem Besuchsprogramm der 10. Jahrgangsstufe des Ortenburg-Gymnasiums in der Hauptstadt. Bild: lg
von Georg LangProfil

Spontan reagierten die beiden Bundestagsabgeordneten Karl Holmeier (CSU) und Marianne Schieder (SPD) auf seinen Vorschlag: Beide sprachen Einladungen nach Berlin aus. Da MdB Marianne Schieder noch aus dem "Winterkontingent" einen Besuch kurzfristig terminieren konnte, wurde diese Überlegung mit der Lehrerbegleitung von Ulrich Wohlgemuth und Franziska Hofstetter in die Tat umgesetzt.

Gleichzeitig leitete man damit auch die Umstrukturierung des schuleigenen Fahrtenprogramms ein. Dieses sieht neben dem Kennenlernen des "Politischen Berlin" in der 10. Jahrgangsstufe eine weitere Fahrt in der Oberstufe vor.

Da während der Berlin-Fahrt der 10. Klasse Anfang Dezember keine Sitzungswoche im Bundestag anberaumt war, kam Marianne Schieder bereits im Vorfeld des Besuchs ans Ortenburg-Gymnasium zum politischen Gespräch. 90 Minuten lang stellte sich die Politikerin den kritischen Fragen der Schüler und erwies sich dabei als versierte Gesprächspartnerin. Die Diskussionsrunde konnte zugleich als Vorbereitung für die Exkursion nach Berlin genutzt werden. Diese wurde durch einen Besuch des Reichstagsgebäudes, einen Vortrag über die Geschichte des Hohen Hauses bzw. den Parlamentsbetrieb sowie den Aufstieg in die Kuppel des Gebäudes abgerundet. Ulrike Geißler, die Büroleiterin Schieders, begrüßte die Schülergruppe stellvertretend auf der Terrasse des Reichstags.

Eingerahmt wurde dieser Besuch von drei Tagen, welche den politischen Charakter der Fahrt definierten. So wurde zum Auftakt am Mittwoch das politische Kabarett "Die Stachelschweine" mit dem Programm "Die alternative Wahrheit" besucht, ergänzten eine Stadtführung, ein Theaterbesuch sowie eine Führung durch das ehemalige Stasi-Gefängnis in Hohenschönhausen das Besuchsprogramm.

Der Stadtspaziergang wurde von den Jugendlichen eigenverantwortlich vorbereitet und hatte markante Punkte des Mauerverlaufs, aber auch traditionelle Sehenswürdigkeiten wie das Brandenburger Tor zum Gegenstand. Am Abend rundete das Theaterstück "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" von Heinrich Böll einen informativen Berlin-Tag ab.

 

 

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