12.07.2017 - 16:12 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Bauwillige können bald starten

Das neue Baugebiet "Im Wiesengrund" mit 17 neuen Bauparzellen läuft auf die Zielgerade. Auch im "Sandradl II" stehen auf dem nicht genutzten Spielplatz-Areal in absehbarer Zeit vier zusätzliche Bauplätze zur Verfügung.

Auf diesem Areal des ehemaligen Spielplatzes im "Sandradl II" und auf einer weiteren Teilfläche werden vier Bauparzellen entstehen. Bilder: Köppl (2)
von Georg Köppl Kontakt Profil

Die Stadtratssitzung am Dienstagabend begann mit einem personellen Einschnitt. Stadtrat Josef Biebl (SPD) gehört nach 27-jähriger engagierter Stadtratsarbeit ab sofort nicht mehr diesem Gremium an (siehe "Leute-Kasten"). Nachrücker auf der SPD-Liste ist Peter Forster, dem Bürgermeister Heinz Weigl am Dienstag den Amtseid abnahm.

Er wird künftig als ordentliches Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss sowie dem Stiftungsrat und als Stellvertreter im Bauausschuss und im Kulturausschuss vertreten sein. Peter Forster gehörte dem Stadtrat bereits in den beiden Wahlperioden von 2002 bis 2014 an und war von 2008 bis 2014 auch 3. Bürgermeister.

Hot Spot installiert

Es war am Dienstagabend übrigens die letzte Stadtratssitzung vor der Sommerpause; die nächste ist für den 12. September anberaumt. Bürgermeister Heinz Weigl blendete kurz auf die Bundestagswahl am 24. September, für die es neben sieben Wahllokalen wegen der erfahrungsgemäß vielen Briefwähler auch vier Briefwahllokale geben wird. Wahlleiterin wird wieder Sonja Bodensteiner sein, ihr Stellvertreter Andreas Mandl. Für die Wahlhelfer wird es noch eine entsprechende Schulung geben. Der Bürgermeister gab auch bekannt, dass im Freibad mittlerweile ein Hot Spot, also ein öffentlicher Internetzugang, eingerichtet wurde, der allerdings nur zu den Öffnungszeiten zur Verfügung steht.

Die Grundstücke mit den Flurnummern 1329/17, 1329/38 und 1329/39 der Gemarkung Oberviechtach im Bebauungsplan "Sandradl II" wurden in den siebziger Jahren als Spielplatz festgesetzt. Nachdem dieses Areal seit Jahrzehnten nicht mehr genutzt wird, will die Stadt den Spielplatz auflassen und die Fläche künftig als Wohnbauland nutzen. Dies entspricht nach Aussage von Bürgermeister Weigl auch dem Ziel der Stadt, die Bebauung zu verdichten statt neues Bauland in größerem Umfang auszuweisen.

Bereits in der Sitzung am 13. Juni wurde das Ingenieurbüro Weiß mit der Planung beauftragt. Auf dem bisherigen Spielplatz sollen demnach vier Bauparzellen entstehen. Die Erschließung wird durch die Erweiterung der bereits bestehenden Anlagen erfolgen.

Erika-Odemer-Straße

Der Stadtrat beschloss einstimmig die mittlerweile 15. Änderung des Bebauungsplans "Sandradl II" im Bereich der genannten Flurnummern und auch die Änderung des Flächennutzungsplans zur Ausweisung eines Allgemeinen Wohngebiets. Einstimmig fiel auch die Entscheidung, die demnächst im neuen Baugebiet "Im Wiesengrund" entstehende Ortsstraße der Ehrenbürgerin und Testamentsverwalterin der Dr. Max- und Margret-Schwarz-Stiftung als Erika-Odemer-Straße zu widmen. Der öffentliche Feldweg mit der Flurnummer 301 sowie ein Teilstück aus dem öffentlichen Feldweg Flurnummer 420 in der Gemarkung Mitterlangau wird entwidmet, das heißt eingezogen. Er dient künftig nur der Erschließung eines privaten Anwesens.

Bürgermeister Weigl gab bekannt, dass am Dienstag im Schützenring durch Amplus eine Teilinbetriebnahme des schnellen Internets erfolgte. Laut Weigl gibt es noch zwei "neuralgische Punkte" im Bereich Lukahammer/Pirkhof und Schönthan. Schnelle Anschlüsse für Antelsdorf/Dietersdorf wird das Bundesprogramm ermöglichen. Ein weiterer Bericht folgt.

Peter Spichtinger geht

Ein personeller Einschnitt steht auch im Rathaus im städtischen Bauamt bevor. Nach 35 Jahren und 7 Monaten in städtischen Diensten geht Bauamtsleiter Peter Spichtinger in den wohlverdienten Ruhestand. Für Amtsrat Spichtinger war die Stadtratssitzung am Dienstagabend die letzte in dieser Funktion. Er nutzte deshalb die Gelegenheit zu einigen kurzen Abschiedsworten und blendete auf die Anfänge im Januar 1982 zurück. Das Bauamt sei ihm ans Herz gewachsen, er habe dieses Arbeit gerne gemacht und sei immer stolz gewesen, bei der Stadt gearbeitet zu haben. In diesen langen Jahren habe er drei Bürgermeistern und sechs Stadtratsgremien gedient. Es habe schöne Zeiten, aber auch weniger schöne gegeben, wobei die schönen jedoch in der Überzahl waren, so Spichtinger. Wenn er ab dem 1. August nun nicht mehr ins Rathaus "muss", werde er all die Dinge tun, die bisher zu kurz gekommen sind. Nachfolger ist Andreas Mandl, der sich bereits seit Oktober 2016 im Bauamt einarbeitet. Dr. Alexander Ried und Josef Lohrer dankten Spichtinger für seine Arbeit und Unterstützung. Offiziell Gelegenheit dazu wird es an Spichtingers letzten Arbeitstag am 31. Juli bei einer kleinen Feier im Rathaus geben. (kö)

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