03.08.2017 - 19:42 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Bundeswehr-Einsatz bei Enhanced Forward Presence Sachsen lösen Oberviechtacher ab

Rukla/Oberviechtach. Der Einsatz der Panzergrenadiere aus Oberviechtach (Kreis Schwandorf) in Litauen ist zu Ende. Am Donnerstag hat Oberstleutnant Thorsten Gensler aus dem sächsischen Marienberg auf dem litauischen Militärstützpunkt Rukla das Kommando über die von Deutschland geführte Nato-Kampfgruppe übernommen. Das teilte das litauische Verteidigungsministerium am Donnerstag mit.

Oberstleutnant Thorsten Gensler (links) und Oberstleutnant Christoph Huber (rechts) beim Handschlag mit dem Kommandeur der litauischen Brigade "Iron Wolf", Oberst Mindaugas Steponavicus (Mitte), beim Kommandowechsel. Bild: Ieva Budzeikaite/Litauisches Verteidigungsministerium
von Alexander Pausch Kontakt Profil

Gensler löste Oberstleutnant Christoph Huber aus Oberviechtach ab. Der Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 122 führte seit Jahresbeginn als Erster den rund 1000 Mann starken multinationalen Nato-Verband in Litauen. Die Operation "Enhanced Forward Presence" begann im Januar und ist Teil der Stärkung der Nato-Ostflanke zur Abschreckung Russlands.

Kern und Führung des Verbandes werden von Deutschland gestellt - rund 450 Männer und Frauen. Den Großteil stelle bisher das Panzergrenadierbataillon 122. Sie hatten mehr als 100 Fahrzeuge, darunter unter anderem 20 Schützenpanzer vom Typ "Marder", sechs Kampfpanzer Leopard 2 aus Pfreimd (Kreis Schwandorf) mit nach Litauen genommen. Weitere Soldaten kamen von den übrigen Verbänden der Panzerbrigade 12 "Oberpfalz" unter anderem vom Panzerbataillon 104 (Pfreimd), dem Panzerpionierbataillon 4 (Bogen) und dem Versorgungsbataillon 4 aus Roding. Dazu kamen Soldaten aus Belgien, den Niederlanden, Norwegen und aus Luxemburg. Die Aufgabe der Oberviechtacher übernimmt nun das Panzergrenadierbataillon 371 aus Sachsen.

"Wir haben in den sechs Monaten ein intensives militärisches Training durchgeführt, wir haben an verschiedenen Übungen teilgenommen. Wir sind bereit, an der Seite der litauischen Armee jeder Form von Aggression zu begegnen", sagte Oberstleutnant Huber laut der Mitteilung des litauischen Ministeriums bei der Zeremonie in Rukla.

Die Nato hatte vor einem Jahr bei ihrem Gipfel in Warschau beschlossen als Reaktion auf den Ukraine-Konflikt und die Annexion der Krim durch Russland jeweils rund 1000 Soldaten in die drei baltischen Staaten und nach Polen zu senden.

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