05.02.2018 - 18:04 Uhr
Oberviechtach

Enhanced Forward Presence: Litauen würdigt deutschen Beistand

Rukla. (dpa/paa) Die litauische Staatspräsidentin Dalia Grybauskaite hat den Schutz der Nato-Ostflanke und Aufbau eines Nato-Bataillons durch die Bundeswehr in dem baltischen Staat gewürdigt. "Die Entscheidung der Nato, die Abschreckung in unserer Region zu verbessern, ist praktisch sehr effizient und sehr schnell erfolgt", sagte sie am Montag bei einer Zeremonie zum Jahrestag der Entsendung des ersten multinationalen Gefechtsverbands unter deutscher Führung.

Dalia Grybauskaite (links nach rechts), Staatspräsidentin von Litauen, spricht mit Markus Grübel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, und Generalleutnant Jörg Vollmer, Inspekteur des Heeres. Foto: Alexander Welscher/dpa
von Agentur DPAProfil

Den ersten Bundeswehrverband hatte von Januar bis August 2017 das Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach (Kreis Schwandorf) unter dem Kommando von Oberstleutnant Christoph Huber gestellt. Weiter Verbände kamen ebenfalls von der Panzerbrigade 12 "Oberpfalz". Rund 450 Soldaten und militärische Ausrüstung waren dazu vor einem Jahr auf den etwa 100 Kilometer von der russischen Grenze entfernten Stützpunkt in Rukla verlegt worden. Unterstützt werden die Deutschen von Soldaten aus den Niederlanden, Norwegen, Kroatien und Frankreich.

Der Beistand sei "nicht nur symbolisch, sondern ein echter Schutz", sagte Grybauskaite in Rukla. Die Lage sei aber "immer noch gefährlich". Russland habe am Montag erneut Iskander-Raketen in die Ostsee-Exklave Kaliningrad verlegt. Als Reaktion auf die wachsenden Spannungen mit Russland nach der Annexion der Krim hatte die Nato im Juli 2016 die Entsendung von je etwa 1000 Soldaten in die drei baltischen Staaten und Polen beschlossen. Zeitgleich wechselte in Rukla auch das Kommando: Das Jägerbataillon 292 aus Donaueschingen löste Panzergrenadiere aus dem sächsischen Marienberg ab. Diese hatten im Sommer die Oberviechtacher abgelöst.

 

 

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