14.02.2017 - 16:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

"Familienbetreuung" in der Heimat ist gut geplant und vorbereitet - Treffen im Emil-Kemmer-Haus: Soldaten brauchen sich keine Sorgen zu machen

Gerade wenn Soldaten im Einsatz oder in anderer Mission im Ausland unterwegs und von ihren Familien getrennt sind, ist es für sie besonders wichtig, dass "daheim" alles in Ordnung ist und sie sich um ihre Familie keinen Sorgen machen müssen. Deshalb muss die "Familienbetreuung" in der Heimat gut geplant und vorbereitet werden. Mit einem Familienbetreuungswochenende im Emil-Kemmer-Haus sind dafür die Voraussetzungen geschaffen worden.

Der stellvertretende Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Lars Obst, informierte in einem Vortrag über das Land Litauen. Bild: frd
von Christof FröhlichProfil

Der Sonntag begann mit einem gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst im Emil-Kemmer-Haus und einem Frühstückskaffee, ehe der stellvertretende Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Lars Obst, zunächst die Grüße von Bataillonskommandeur Oberstleutnant Christoph Huber und den dort schon als "Vorkommando" eingesetzten Soldaten aus Litauen übermittelte.

In seinem Vortrag stellte Oberstleutnant Obst zunächst das 65 300 Quadratkilometer große Litauen, (Deutschland 360 000 Quadratkilometer) vor, das nur 2,89 Millionen (Deutschland 82,4 Millionen) Einwohner zählt und das in der Zeitzone eine Stunde vor der Mitteleuropäischen Zeit liegt. Das Land bezeichnet sich als "Parlamentarische Republik", in der 85 Prozent Litauer, 6,5 Prozent Russen und zwei Prozent Bürger mit anderen Staatsangehörigkeiten leben.

Es wird vorwiegend litauisch, aber auch russisch, englisch und deutsch gesprochen. Die Bürger dort müssen mehrmals im Jahr mit möglichen Sturmereignissen und da das Land sehr seenreich ist, auch mit Überschwemmungen rechnen.

Wie die dort schon seit einigen Tagen weilenden Soldaten nach Hause meldeten, ist die Bevölkerung den Soldaten gegenüber sehr freundlich, aufgeschlossen gut gesonnen. Vor dem Mittagessen, folgte noch ein Vortrag der Militärseelsorge und nach dem Essen Statements des Deutschen Bundeswehrverbandes und des Bundeswehrsozialwerks. Nach einer Kaffeepause wurden die Angehörigen über den Auftrag "Enhanced Forward Presence" und bereits gesammelte Eindrücke aus Litauen informiert. Zudem gab es Hinweise, wie sie mit der Familienbetreuungsstelle Oberviechtach während der Abwesenheit der Soldaten zusammenarbeiten können.

Von dieser Familienbetreuungsstelle wird ihnen in dieser Zeit jede nur mögliche Hilfestellung gewährt; weiterhin ist die Kommunikation mit den Soldaten in Litauen sichergestellt. Sie können also das Wort "Betreuung" durchaus wörtlich nehmen.

 

 

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