07.02.2018 - 13:52 Uhr
Oberviechtach

Festsetzungen im Gebiet "Sandradl" stammen aus dem Jahre 1973 und engen Bauwerber stark ein Alter Bebauungsplan wird gelockert

Die Ausweisung des Areals beim ehemaligen Eon-Regionalzentrum in der Schönseer Straße als Gewerbegebiet und die Aufhebung des Bebauungsplans "Sandradl" waren markante Punkte in der Stadtratssitzung am Dienstagabend. Die Einziehung eines Teilbereichs aus einem öffentlichen Feld- und Waldweg und die Bestätigung der neugewählten Kommandanten der Feuerwehren Oberviechtach und Pullenried dagegen eher Formsache.

von Georg Köppl Kontakt Profil

Teilweise waren die Punkte bereits im Bauausschuss vorberaten worden. Deshalb gab es auch wenig Diskussionsbedarf und der öffentliche Sitzungsteil ging im Rekordtempo über die Bühne. Wegen eines Grundstücksverkaufs muss eine Teilfläche aus dem öffentlichen Feld- und Waldweg mit der Flurnummer 50/1 der Gemarkung Eigelsberg entwidmet werden. Es handelt sich hier um rund 24 Quadratmeter. Der Beschluss, diese Teilfläche "einzuziehen", fiel einstimmig. Mit den Worten "ich bin dankbar, dass sich immer wieder Personen für diesen verantwortungsvollen Posten bereiterklären", leitete Bürgermeister Heinz Weigl zum nächsten Tagesordnungspunkt über. Der Beschluss, die Kommandanten der Feuerwehren Oberviechtach und Pullenried zu bestätigen, war eher formell und fiel natürlich einstimmig.

Für die Feuerwehr Pullenried betraf dies Michael Wolf und Stefan Rupp, für Oberviechtach Ferdinand Roßmann und Matthias Stöhr. Das Areal auf der Flurnummer 1281/3 der Gemarkung Oberviechtach war bisher als "Sondergebiet Energie" ausgewiesen. Das im Jahre 1995 errichtete Gebäude in der Schönseer Straße wurde unter anderem als Eon-Verwaltung genutzt und stand nun seit mehreren Jahren leer.

Teile des ehemaligen Eon-Regionalzentrums dienen künftig der Firma "BHTronic" als Entwicklung-, Produktions- und Prüfstätte. Das Unternehmen, das seit 2009 in der Elektronik-Branche tätig ist, hat seinen Sitz von Stulln nach Oberviechtach verlegt (wir berichteten) und richtet sich gerade hier ein. Der Empfehlung des Bauausschusses, die Fläche künftig als Gewerbegebiet auszuweisen, folgte der Stadtrat einstimmig. Grünes Licht gab der Stadtrat auch für die Einleitung des Aufhebungsverfahrens für den Bebauungsplan "Sandradl". Bürgermeister Heinz Weigl argumentierte, dass der seit 1973 bestehende Bebauungsplan wie damals üblich für die Bauwerber "sehr einengend" gefasst wurde und immer wieder Anträge auf geänderte Bauweisen auf dem Ratstisch landeten. Mit der Aufhebung sollen nun mehr Gestaltungsmöglichkeiten geschaffen werden, wenngleich "aber auch nicht jeder dann bauen kann, wie er will".

Nach und nach will man auch noch andere "alte" Bebauungspläne in dieser Richtung unter die Lupe nehmen. Aufgrund eines neuerlichen Wasserrohrbruchs versicherte der Bürgermeister, dass die Sanierung der Bahnhofstraße heuer noch in Angriff genommen wird.

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