Gemeinde Niedermurach gibt grünes Licht für Mobilfunkmast
Nur ein Standort übrig

Politik
Oberviechtach
10.11.2017
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Alle wollen gute Handyverbindungen, doch die Wenigsten möchten dafür einen riesigen Mobilfunkmast in der Nähe haben. In diesem Spannungsfeld hat sich der Niedermuracher Gemeinderat auf Standort-Suche begeben.

Niedermurach. Diese Standortsuche scheint nun abgeschlossen. Mögliche "Nachbesserungen" sind damit aber nicht ausgeschlossen. Die Deutsche Telekom GmbH hatte sich gemeinsam mit der Gemeinde Niedermurach um eine Lösung bemüht.

Einige ins Auge gefasste Standorte mussten nach gründlicher Prüfung wieder verworfen werden, nun gab der Gemeinderat für den Standort im Bereich der Flurnummern 255/1 und 251 bei seiner jüngsten Sitzung grünes Licht. Dieser Tagesordnungspunkt hatte einige Bürger dazu bewogen, die Gemeinderatssitzung live mitzuverfolgen. Mit Genehmigung durch Bürgermeister Martin Prey durften sie auch in die Diskussion um den geeigneten Standort für den nötigen Funkmast einsteigen.

Karin Erhardt von der Telekom Technik GmbH war aus Nürnberg nach Niedermurach gereist, um die Kriterien für die Standortsuche zu erläutern. Sie stellte fest, dass von insgesamt vier ins Auge gefassten Standorten für einen Mobilfunkmast eigentlich nur einer in Frage kommt, wobei eine Verschiebung um ein paar Meter hin und her auch noch möglich sei.

Dieser nun anvisierte Standort macht es auch möglich, dass für den Funkmast eine Höhe von 15 Metern ausreicht. Das entspricht der Höhe der Flutlichtmasten auf dem Niedermuracher Fußballplatz. Das Landschaftsbild werde dadurch kaum beeinträchtigt.

Nach längerer Diskussion fassten die Ratsmitglieder nach zwei Jahre andauernden Planungen folgenden Beschluss: "Aufgrund der bestehenden schlechten Versorgung des Gemeindeteils Niedermurach im Bereich des Mobilfunks wird vonseiten der Gemeinde Niedermurach eine Verbesserung der Versorgung befürwortet." Die Telekom habe zahlreiche Standorte geprüft, dem "nunmehr als einzig verbliebenen geeigneten Standort im Bereich der Flurnummern 255/1 und 251, die sich im Gemeindebesitz befinden, wird zugestimmt".

Um ein Monopol der Telekom zu verhindern, werden auch die anderen Mobilfunkanbieter von der Aufstellung dieser Anlage benachrichtigt, sie können gegen entsprechende Gebühren eigene Antennen an diesem Funkmast anbringen.

Bürgermeister Martin Prey gab bei der Sitzung bekannt, dass der Auftrag für den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße (GVS) Dürnersdorf-Enzelsberg an die Firma Seebauer aus Schwarzhofen vergeben wurde; die Auftragssumme beträgt 194 180,49 Euro (brutto). Außerdem informierte der Bürgermeister über das von 16. bis 26. November geplante Gemeindeschießen. Ausgetragen wird der Wettkampf, an dem sich Vereine, Gruppen und Einzelschützen beteiligen können, im Pröls-Saal in Niedermurach.
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