30.08.2017 - 15:34 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Im Brückenland zu neuen Ufern

Die letzten Weichen sind gestellt: Aus der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) der Region "Brückenland Bayern-Böhmen" wird der Verein "Regionalentwicklung Brückenland Bayern-Böhmen". Zur Umsetzung der im Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept erarbeiteten Projekte wird zum 1. Januar 2018 ein Regionalmanager eingestellt.

Die Mitgliedskommunen des Vereins "Brückenland Bayern-Böhmen" verbindet symbolisch nach Außen eine einheitliche zweisprachige Ortseingangsbeschilderung. Bild: Köppl
von Georg Köppl Kontakt Profil

Ein Sachstandsbericht, die Satzungsänderung, das Jahresbudget 2017 und der Förderantrag für das ILE-Management (Integrierte Ländliche Entwicklung) samt Stellenausschreibung waren die markanten Tagesordnungspunkte der Mitgliederversammlung im Kulturzentrum des Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseums.

ILE-Anerkennung

Mit Landrat Thomas Ebeling konnte Vorsitzender Georg Köppl auch Bürgermeisterkolleginnen und -kollegen aus den Mitgliedskommunen Altendorf, Eslarn, Gleiritsch, Guteneck, Niedermurach, Oberviechtach, Schönsee, Schwarzach, Stadlern, Teunz, Weiding und Winklarn begrüßen. Köppl blendete auf die Mitgliederversammlung am 14. November 2016 mit Neuwahlen und eine Vorstandssitzung am 7. August zurück. Der Radlersonntag am 30. April stieß wiederum auf große Resonanz.

Hier galt der Dank für die Organisation dem ehemaligen Geschäftsführer Manuel Lischka. Den Beginn einer neuen Ära nach dem Ende der Leader-Aktionsgruppe markierte der Festakt zur Übergabe der Anerkennungsurkunden als ILE-Zusammenschluss (Integrierte Ländliche Entwicklung) am 8. Februar im CeBB in Schönsee.

Bei Gesprächsterminen beim Amt für Ländliche Entwicklung (AfLE) Oberpfalz in Tirschenreuth und in mehreren Regionalkonferenzen wurde der Übergang von der LAG zur ILE mit der Einrichtung eines eigenen Managements und der Stellenausschreibung für die Geschäftsführung vorbereitet. Der Verein zählt aktuell 71 Mitglieder, davon sind 55 natürliche und 16 juristische Personen.

Satzung geändert

Für die neue Vereinsform "Regionalentwicklung Brückenland Bayern-Böhmen" ist die Änderung der Satzung erforderlich, die die Mitgliederversammlung einstimmig billigte. Hauptziel des Vereins ist es, die im Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK) beschlossenen Entwicklungsprojekte zu realisieren.

Dazu bedarf es der Vernetzung lokaler und regionaler Akteure und Initiativen und auch der Vernetzung des Raumes mit europäischen Regionen. Neben dem siebenköpfigen Vorstand gibt es künftig einen Ausschuss, in dem alle Bürgermeister der Mitgliedskommunen vertreten sind. Einstimmig beschloss die Versammlung, beim AfLE einen Antrag auf Förderung einer Umsetzungsbegleitung in Vollzeit für die im ILEK erarbeiteten Entwicklungsprojekte zu stellen und die Stelle auszuschreiben mit dem Ziel, ab 1. Januar 2018 mit dem neuen Regionalmanagement starten zu können. Eventuell soll auch noch eine Bürokraft in Teilzeit bzw. auf geringfügiger Beschäftigungsbasis eingestellt werden.

Manuel Lischka legte das Jahresbudget 2017 vor, das bei den Einnahmen im wesentlichen die Umlagen der Gemeinden an das Regionalbüro umfasst und bei den Ausgaben die Ansätze für Öffentlichkeitsarbeit und Büroausstattung. Die größten Posten mit 23 345 Euro und 42 514 Euro sind die Erstattungen an die Kommunen für die Orsteingangs- und Denkmalbeschilderung sowie für das ILEK.

Abrechnung und Umlage

Detailliert schlüsselte Manuel Lischka die Kosten für Ortseingangs- und Denkmalbeschilderung sowie für das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) auf. Für die ersten gibt es eine Leaderförderung von 50 Prozent der Nettokosten und für das ILEK eine Förderung von rund 70 Prozent. Nachdem die Projekte von den Kommunen vorfinanziert wurden, erfolgt nun nach dem Vorliegen der Fördermittel eine Rückerstattung an die Gemeinden. Mit der Rückerstattung verrechnet wird die Umlage an das Regionalbüro in Höhe von jeweils 1,20 Euro je Einwohner für die Jahre 2016 und 2017. Mit der Umlage soll unter anderem sichergestellt werden, dass zum ILE-Start im Januar 2018 auch eine finanzielle Basis vorhanden ist, weil man schlecht einschätzen kann, wann die Fördergelder dann fließen. (kö)

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