11.10.2017 - 16:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Investitionen in die Sicherheit

Für die Feuerwehren war der 10.10. ein guter und denkwürdiger Tag: Einstimmig gab der Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstagabend grünes Licht für die Beschaffung eines Rüstwagens für die Oberviechtacher und eines Tragkraftspritzenfahrzeugs für die Nunzenrieder Feuerwehr.

Die Feuerwehren Pullenried und Wildeppenried können sich schon über ihre neuen Tragkraftspritzenfahrzeuge freuen. Ein neues TSF in ähnlicher Ausführung erhält nun auch die Feuerwehr Nunzenried. Bild: frd
von Georg Köppl Kontakt Profil

Zu Beginn blendete Bürgermeister Heinz Weigl auf die Verhandlung am Verwaltungsgerichtshof in München wegen des Windrads in Niesaß zurück (wir berichteten ausführlich). Sobald das für kommende Woche erwartete Urteil und die schriftliche Begründung dazu vorliegt, wird sich das Gremium wieder mit dem Thema befassen.

Zur Sanierung des Jahnstadions fasste der Stadtrat einstimmig einen entsprechenden Grundsatzbeschluss. Nach Rücksprache mit den Fachstellen bei der Regierung der Oberpfalz werden Fördermittel frühestens ab 2019 bereit stehen, so dass die Sanierung laut Weigl in den Jahren 2019 und 2020 über die Bühne gehen kann. Einig war sich das Gremium, dass für die mittlerweile über 50 Jahre alte Anlage Handlungsbedarf besteht. Als nächster Schritt soll ein Planer eingeschaltet werden, wobei auch die Schulen und Vereine, welche das Jahnstadion benutzen, mit in die Planungen eingebunden werden.

Grundsatzentscheidung

CSU/CWG/Aktive für Ovi-Fraktionssprecher Dr. Alexander Ried erinnerte daran, dass dieses Thema bereits 2014 im Fokus stand und bemerkte: "Dass wir sanieren müssen steht außer Zweifel, aber schon früher wäre uns lieber gewesen". PWG/SPD/JW-Fraktionssprecher Josef Lohrer und Bürgermeister Heinz Weigl hielten dagegen, dass eine Sanierung angesichts zahlreicher anderer Pflichtaufgaben nicht früher machbar war.

Vor großer Zuhörerkulisse aus den Reihen der Feuerwehren befasste sich der Stadtrat mit einer Grundsatzentscheidung zur Beschaffung eines Rüstwagens für die Feuerwehr Oberviechtach und eines Tragkraftspritzenfahrzeugs für die Feuerwehr Nunzenried. Für beide Punkte gab es einstimmige Voten. Bürgermeister Heinz Weigl verwies auf das gemeinsame Brandschutzkonzept der neun städtischen Feuerwehren und die Notwendigkeit, das aus dem Jahre 1991 stammende Fahrzeug der Oberviechtacher Stützpunktwehr samt Beladung zu ersetzen. Die Kostenschätzung für das Neufahrzeug beläuft sich auf 450 000 bis 500 000 Euro, so dass nach Abzug der Fördermittel von Land und Landkreis etwa 300 000 Euro bei der Stadt als Eigenleistung bleiben.

Aufgrund langer Lieferzeiten wird der neue Rüstwagen nach Einschätzung von Bürgermeister Weigl nicht vor Ende 2018/Anfang 2019 zur Verfügung stehen. Josef Lohrer signalisierte mit Blick auf die Sicherheit der Bürger für seine Fraktion ebenfalls Zustimmung, ebenso Fraktionssprecher Alexander Ried. "Die Feuerwehr macht einen guten Job", war er sich mit dem gesamten Gremium einig. Ried erkundigte sich auch nach dem künftigen Feuerwehrbedarf. "Mit den Großbeschaffungen sind wir dann durch", merkte Weigl an, "aber wir werden nie am Ende sein". Die Feuerwehr Nunzenried soll ein Tragkraftspritzenfahrzeug in der Ausstattung bekommen wie die Neufahrzeuge der Pullenrieder und Wildeppenrieder Wehr.

An der Notwendigkeit einer Neuanschaffung bestand im Gremium kein Zweifel, damit Nunzenried wieder in den Alarmplan aufgenommen wird. Bürgermeister Weigl war sich mit seiner Fraktion einig, dass ein "normales" TSF mit Kosten von 80 000 bis 100 000 Euro seinen Dienst tut.

"Normale" Lösung

Mit dem Vorschlag aus den Reihen der Nunzenrieder Wehr, ein TSF mit Allrad und Sonderausstattung für rund 150 000 Euro zu bestellen, konnte sich die Bürgermeister-Fraktion nicht anfreunden. Weigl verwies auch auf die Nähe zur Stützpunktwehr und die schnellen Einsatzzeiten der Oberviechtacher Kollegen. Fraktionssprecher Alexander Ried plädierte ebenfalls für die "normale" Lösung. Allerdings sollte mit der Feuerwehrführung nochmal abgeklärt werden, ob die technische Ausrüstung dann auch ausreichend ist.

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