11.04.2018 - 17:32 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Stadtrat spricht sich gegen Flickerlteppich in der Bahnhofstraße aus Wieder Baustelle in der Altstadt

Ärger mit Wasserrohrbrüchen in der Bahnhofstraße soll es künftig nicht mehr geben. Im Laufe des Jahres werden die Gussrohre komplett ausgetauscht und der Flickerlteppich mit einer neuen Asphaltschicht überzogen. Mit Peter Forster steht seit Dienstag ein weiterer Standesbeamte für Trauungen bereit.

Wasserrohrbrüche in der Bahnhofstraße (im Bild: 29. Januar 2016) waren in den vergangenen Wintern an der Tagesordnung und beschäftigten Anwohner und Bauhof. Im Sommer erfolgt nun der Austausch der Gussrohre und die Asphaltierung einer neuen Oberschicht. Archivbild: Portner
von Gertraud Portner Kontakt Profil

In knapp einer Viertelstunde war der öffentliche Teil der Stadtratssitzung abgearbeitet - und dies mit durchwegs einstimmigen Beschlüssen. Zu Beginn gab es allerdings einen Einwand der CSU/CWG/Aktive-Fraktion zur Tagesordnung. Sprecher Alexander Ried regte an, den Haushalt öffentlich zu besprechen, nachdem Grundstücksgeschäfte geregelt seien. Bürgermeister Heinz Weigl verwies jedoch auf kurzfristig eingegangene Anträge der CSU-Fraktion, die es notwendig machten, die Beratung noch einmal in den Haushaltsausschuss zurück zu geben. Dieser tagt am 24. April, so dass die Haushaltsaufstellung im Mai nicht mehr zu halten sei, so Weigl.

Auch Pflaster raus

Wie bereits im Stadtrat besprochen, soll die Wasserleitung in der Bahnhofstraße - von der Metzgerei Meindl bis Hildebrand - dieses Jahr komplett erneuert werden. Die alten Gussrohre sorgten in zurückliegenden Wintern für Ärger und Arbeit bei Anliegern und Bauhof, da nach starken Frostperioden etliche Wasserrohrbrüche zu verzeichnen waren. Der Abwasserkanal muss dagegen - laut TV-Untersuchung - nur in einzelnen Teilstücken ersetzt werden, da keine größeren Schäden am Hauptkanal zu sehen sind. "Wenn wir keinen Flickerlteppich wollen, müssen wir die Oberschicht neu aufziehen", führte Bürgermeister Heinz Weigl aus. Er regte auch an, die Pflasterflächen auf der Fahrbahn auszubauen, da diese im Winter oft zu Problemen führen würden. Das sah auch Josef Lohrer so: "Das Pflaster machte nur Sinn, als es noch keine Einbahnstraße war." Alexander Ried fragte nach einer Kostenschätzung, die jedoch laut Weigl noch nicht vorliegt. Der Bürgermeister gab noch zu bedenken, dass die Maßnahme mit Sperrungen verbunden sein wird, dies aber abschnittsweise erfolgt. Der Beschluss über die Art der Wiederherstellung der Bahnhofstraße erfolgte einstimmig. Übrigens: Der Ausbau liegt 20 Jahre (Abschluss 1998) zurück. Damals wurde die Wasserleitung nicht erneuert und nur die Hausschieber ausgetauscht.

Beschluss steht

Nur Formsache war die Bestellung des Dritten Bürgermeisters Peter Forster zum weiteren Trauungstandesbeamten. Bei der Aufstellung der Vorschlagsliste für Schöffen der Amtsgerichte und Strafkammern wurden alle vorgeschlagenen Personen (Bernhard Eckl, Nicole Lang, Hubert Dobmeier, Ilse Baumer und Juliane Ried) zur Aufnahme in die Schöffenliste weitergemeldet.

"Die zweite Auslegung ist beendet", informierte Bauamtsleiter Andreas Mandl zur Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes "Sondergebiet an der Muracher Straße". Da nur drei Stellungnahmen von Behörden eingingen, war deren Behandlung und der einstimmige Satzungsbeschluss schnell erledigt. Die Regierung der Oberpfalz hält ihre Einwendungen aufrecht, da die maximale Verkaufsfläche nicht auf 1230 Quadratmeter reduziert wurde (Stadtrat legte 1350 Quadratmeter fest). Am Abwägungsvorschlag vom 12. Dezember 2017 wird festgehalten. Ebenfalls nicht aufgenommen wird der Wunsch der Unteren Immissionsschutzbehörde am Landratsamt für eine Festsetzung der maximalen Ladenöffnungszeiten von 6 bis 22 Uhr. Das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach verwies in der Stellungnahme darauf, dass das Sichtdreieck an der Einmündung der Muracher Straße in die Bundesstraße freizuhalten ist. Damit besteht Einverständnis.

Beim Punkt "Anfragen" brachte Peter Forster vor, dass sich etliche Bürger darüber beschwert haben, dass der Bayerisch-Böhmische-Freundschaftsweg (Radweg) mit Hundehäufchen übersät sei. "Da kann man nur wieder an die Besitzer appellieren", meinte der Bürgermeister zum leidlichen Dauerthema. "Die Junge Union hat zur Bürgerversammlung einen Antrag zum Kinderspielplatz im Pfälzer Weg bezüglich Toiletten und anderes gestellt. Was ist damit?", fragte Alexander Ried nach. "Das ist in Arbeit", erwiderte Heinz Weigl und verwies auf eine kurze Information zur Thematik in der nachfolgenden nichtöffentlichen Sitzung.

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