13.04.2018 - 16:44 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Ingolstadt-Stürmer Moritz Hartmann mit Oberpfälzer Wurzeln Der Profi aus OVI

Oberviechtach/Ingolstadt. Er ist der dienstälteste "Schanzer": Seit 2009 trägt Moritz Hartmann das Trikot des FC Ingolstadt. Nicht nur wegen seiner Vereinstreue ist der 31-Jährige der Liebling der Fans. Im Interview mit Oberpfalz-Medien spricht Hartmann über seine Oberpfälzer Wurzeln, den Kracher am Sonntag gegen den Club und vertane Chancen.

von Josef Maier Kontakt Profil

Am vergangenen Sonntag gab es ein 2:2 gegen Bielefeld. Waren das zwei verlorene Punkte für den FCI?

Moritz Hartmann: Ja, ich denke schon, dass das eher zwei verlorene Punkte waren. In der ersten Hälfte haben sich beide Teams neutralisiert. In der zweiten Hälfte sind wir gut aus der Kabine gekommen, haben zweimal geführt, und dann kassieren wir dieses unglückliche Gegentor.

Mit einem Sieg wäre Ingolstadt richtig am Zweitliga-Dritten Holstein Kiel dran gewesen ...

In dieser Saison hat es schon oft bei uns geheißen, mit einem Sieg wären wir dran. Es hat nun mal nicht geklappt.

Vor einigen Wochen war der FCI aufgrund der engen Liga auch noch in Abstiegsgefahr. Die ist aber jetzt gebannt, oder?

Wir haben ja auch noch ein gutes Torverhältnis, also ich denke, das sollte nichts mehr anbrennen. Aber in diesem Jahr kann es durchaus eine Mannschaft erwischen, die mit 37, 38 oder gar 39 Punkten absteigt.

Viele sagen, es wäre noch nie so leicht gewesen, in die Bundesliga aufzusteigen. Es fehle das dominante Team in der zweiten Liga. Sehen Sie das ähnlich?

So einfach ist das nicht. Jede Saison in der zweiten Bundesliga ist hart, da wird ein anderer Fußball gespielt, da muss man sich durchbeißen. Ich glaube, das kann man so nicht pauschalieren.

Aber als Bundesliga-Absteiger haben die Ingolstädter wohl doch zu viel liegengelassen.

Ja, für die Qualität, die wir haben, haben wir zu viel liegengelassen.

Sie mussten auch immer wieder wegen Verletzungen pausieren, jetzt haben Sie ihren Weg zurück in die Stammformation gefunden ...

Ich bin richtig fit und wieder voll einsatzfähig.

Und somit sind Sie wohl auch ganz heiß auf Sonntag, wenn der Club zum fränkisch-oberbayerischen Derby anreist. Haben Sie den FCN so weit vorne erwartet?

Für mich sind die Nürnberger keine Überraschung, ich habe sie schon oben eingeplant. Jetzt hatten sie mal einen kleinen Durchhänger, aber der ist mit dem Sieg gegen Heidenheim auch vorbei. Sie sind nicht umsonst Zweiter. Das wird ein richtiger Kracher. Ein Derby, ein ausverkauftes Haus ...

Nur die allerwenigsten wissen, dass Sie gebürtiger Oberpfälzer sind, in Oberviechtach geboren wurden.

Ja, mein Vater war bei der Bundeswehr als Soldat dort stationiert.

Wie lange haben Sie dort gelebt?

Wir waren vielleicht zwei, drei Jahre dort. Aber, ehrlich, ich kann mich an nichts mehr erinnern. Wenn ich Fotos sähe, käme mir vielleicht wieder etwas in den Sinn. Ich weiß nur, dass es viel Natur gab.

Waren Sie seitdem wieder mal in Oberviechtach?

Nein, ich war seitdem nie mehr da. Ich weiß, es ist eigentlich nicht weit von Ingolstadt entfernt, aber es hat sich bisher nicht ergeben. Aber vielleicht klappt es ja mal ...

Mit einem anderen Oberpfälzer haben Sie lange in Ingolstadt gespielt. Mit dem Vilsecker Tobias Fink. Gibt's da noch Kontakt?

Nein, leider nicht. Tobi (er verließ Ingolstadt 2013, Anm. die Red.) hat ja danach länger bei Fortuna Köln gespielt. Tobi war ein super Kollege und Freund. Ich habe gerne mit ihm zusammengespielt.

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