29.09.2017 - 17:38 Uhr
OberviechtachOberpfalz

50 Jahre Emil-Kemmer-Haus Eine Party fürs Miteinander

Wegen der Abwesenheit der Soldaten (Litauen-Mission) musste die Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Bestehen des "Emil-Kemmer-Hauses" mehrere Male verschoben werden. Eine tolle Feier belohnte fürs Warten.

Bevölkerung und Soldaten feierten am Donnerstagnachmittag gemeinsam das Jubiläum "50 Jahre Emil-Kemmer-Haus". Straßenkünstler "Sepp Schabernack" kam bei Erwachsenen und Kindern gleichermaßen gut an. Bilder: frd (4)
von Christof FröhlichProfil

Mit einem reichhaltigen Programm ist am Donnerstag das 50-jährige Bestehen des "Emil-Kemmer-Hauses" (Soldatenheim) gefeiert worden. Nach einer kurz gehaltenen Begrüßung durch den stellvertretenden Vorsitzenden der "Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (KAS)", Frank Hübsche, begann der Dankgottesdienst mit dem katholischen Militärgeistlichen Alexander Brosche.

Dieser Tag, so der Geistliche, sei mit der Segnung des renovierten Hauses ein Zeichen des Aufbruchs. Denn hier dürfe neben der Begegnung der Menschen auch eine Begegnung mit Gott stattfinden. "Das Haus hat sich in den vergangenen 50 Jahren als Stätte der Begegnung zwischen den Soldaten und der Zivilbevölkerung bewährt", sagte der Bataillonskommandeur des Panzergrenadierbataillons 122, Oberstleutnant Christoph Huber. Ihm pflichteten in ihren Grußworten KAS-Geschäftsführer Gregor Belin, der Oberviechtacher Bürgermeister Heinz Weigl und die Bundestagsabgeordneten Klaus Holmeier und Marianne Schieder bei. Das Emil-Kemmer-Haus habe in diesen 50 Jahren nicht nur vielen Soldaten - unter anderem durch das Aufeinandertreffen mit den Menschen der Region - eine neue Heimat gegeben. Es habe auch viele große Veranstaltungen erst möglich gemacht. Die Redner dankten der KAS, dass sie dieses Haus mit über 2,5 Millionen Euro saniert hat. Die Hoffnung liege jetzt auf einer guten Zukunft des Emil-Kemmer-Hauses, als eines von nur noch 6 Soldatenheimen im Bundesgebiet (ehemals 31 Einrichtungen). Der Bestand sei, neben den ständigen Bemühungen der Verantwortlichen von militärischer und politischer Seite, nicht zuletzt auch der Akzeptanz durch die Bevölkerung zu verdanken. Kuratoriumsmitglied Reinhold Malzer erinnerte in seinem Vortrag an die "Gründungsväter" sowie zu Entstehung und Werdegang (Bericht folgt).

Am Nachmittag war das Haus für die Bevölkerung geöffnet und auch die Soldaten gaben einen Einblick in ihren Alltag. Das Unterhaltungsprogramm punktete mit "Sepp Schabernack", der Gauklertruppe vom Ortenburg-Gymnasium (einschließlich Oberstudiendirektor Ludwig Pfeiffer als "Zauberassistenten") und dem Kolping-Spielmannszug. Begeisterung lösten die vier Mädels von der AWO-Tanzgruppe "Grün-Weiß" mit ihren akrobatischen Einlagen aus.

So richtig krachen ließen es vor dem Abendprogramm die Pirkhofer Böllerschützen, die den krönenden Abschluss eines tollen Festtages ankündigten. Das Konzert der Band "O.B.T." lockte die Anwesenden dann schon nach wenigen Songs auf das Tanzparkett. Bekannte Rockklassiker - mit Perfektion und Leidenschaft gespielt - ließen die vergangenen 50 Jahre auch musikalisch aufleben.

Das Haus hat sich in den vergangenen 50 Jahren als Stätte der Begegnung zwischen den Soldaten und der Zivilbevölkerung bewährt.Christoph Huber, Kommandeur

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