20.04.2016 - 02:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Altbürgermeister Wilfried Neuber erinnert an die Anfänge der Partnerschaft Hilfe auf kommunaler Ebene

Wilfried Neuber, Altbürgermeister und Ehrenbürger, blickte zurück auf seine 19-jährige Amtszeit. Einer der Höhepunkte war die Deutsche Einheit und die darauffolgende Partnerschaft mit Raschau. Unvergessen ist ihm der 3. Oktober 1990, als es in Begleitung von Stadträten und der Stadtkapelle nach Raschau ging.

Zu späterer Stunde rief Annemarie Schuster vom Erzgebirgsverein die vergangenen 25 Jahre nochmals in Erinnerung. Bild: bgl
von Ludwig BergerProfil

Am 16. Oktober gleichen Jahres sprach sich der Stadtrat einstimmig für die Gründung einer Partnerschaft aus. Kämmerer Michael Hösl und Ehrenbürger Otto Lehner standen der Verwaltung in Raschau vor Ort mit Rat und Tat zur Verfügung. Am 8. Dezember 1990 kam es zur Unterzeichnung der Urkunden, dem sich dann unzählige Begegnungen zwischen den Vertretern der beiden Kommunen, den Schulen, Vereinen, Fußballern, Reservisten, der Feuerwehr und den Handballern anschlossen. Seit 1997 gibt es auch bereits eine Raschauer Straße.

"Damals wurde eine Türe aufgestoßen, die in beide Richtungen genützt wurde", so Neuber. Die Startbedingungen allerdings waren bedingt durch die unterschiedlichen Kommunalverfassungen und politischen Systeme zunächst nicht sehr ideal. Trotzdem gab es viele Gemeinsamkeiten, die dieser Freundschaft Kraft und Leben gaben; diese steckten schon mal in der Musik, der Literatur und dem Brauchtum. Aber auch im rauen Klima und der schweren Arbeit, die den Menschen beiderseits viel abverlangten. Schnell spürte man, dass hier Menschen sind, deren Mentalität übereinstimmt, die sich hervorragend ergänzt und dass dies Garanten sind, mit denen sich die junge kommunale Partnerschaft sehr rasch mit Leben erfüllen lässt.

Den zahlreichen Besuch aus Raschau deutete der Altbürgermeister als den "lebenden Beweis dafür, dass diese Freundschaft auch von Dauer sein wird." In seinem Grußwort bedankte sich Landrat Thomas Ebeling für die intensiven Bemühungen für eine gute Partnerschaft und dankte allen, die sich dafür bemühen.

Dem Festakt schloss sich noch ein gemütliches Beisammensein an, mit Beiträgen der Gäste aus der Patenstadt, welches sich am Sonntag Vormittag mit einer Brauereiführung fortsetzte und mit einem Mittagessen im Gasthof Pösl abschloss.

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