Barrierefrei und effizient

Die ersten Schippen voller Sand sind schon vor dem Spatenstich bewegt worden. Von links: Bürgermeister Heinz Weigl, stellvertretender Landrat Jakob Scharf, Immovi-Geschäftsführer Peter Pirzer, Architektin Steffi Reichl, der Chef der Tiefbaufirma Michael Baumer und der weitere Bauherr, Michael Schlagenhaufer, greifen nun eher symbolisch zum Werkzeug. Bild: frd
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Oberviechtach
08.12.2016
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Die "Behördenschlacht" ist geschlagen. Wo früher Gardinen produziert wurden, sollen nun Wohnungen entstehen. Bürgermeister Heinz Weigl ist begeistert von dem, was die Firma "Immovi" hier an Vorarbeit geleistet hat.

Architektin Steffi Reichl stellte das neue Baugebiet am Schießanger beim Spatenstich der Öffentlichkeit vor. Dass es bei diesem Akt regnete, wurde als gutes Zeichen dafür gewertet, dass es dann schon "ausgeregnet" hat, wenn die Bauarbeiten beginnen. Die "Behördenschlacht" wie der Geschäftsführer der Immovi, Peter Pirzer, die vielen Formalitäten nannte, sei nun auch vorbei. Nun dürfe man gespannt sein, was auf dem ehemaligen Müller-Gelände entsteht.

11 000 Quadratmeter

Die Immovi GmbH ist federführend bei dem Projekt "Wohnen an der alten Weberei". Geschäftsführer Peter Pirzer, der hier mit Michael Schlagenhaufer zuständig ist, informierte über die Dimensionen: Ein 11 000 Quadratmeter großes Gelände, da wo einst die alte Weberei Müller stand, warte nun auf seine Bebauung. 7 Einfamilien- und 4 Mehrfamilienhäuser sind vorgesehen.

Nach knapp zweijährigen Verhandlungen mit Ämtern und Behörden könne nun, im Herzen der Stadt, in der Nähe von Schulen, Nahversorgungseinrichtungen und Erholungsgebieten, endlich mit dem Bau von Eigentumswohnungen begonnen werden.

Zusammen mit Michael Schlagenhaufer habe er im Februar 2015 dafür die Rahmenbedingungen abgestimmt, nun sei die Planungsphase angeschlossen, wenn auch das Ziel, Planung, Erschließung und Bau aus einer Hand, nicht verwirklicht werden konnte, meinte Pirzer. Die Firma Immovi habe sich bei der Verwirklichung dieses Projekts zu einem sehr großen Teil für einheimische Baufirmen entschieden: Etwa sieben Millionen Euro von der Investitionssumme und damit 60 Prozent der Baukosten würden bei Oberviechtacher Firmen belassen werden, womit ein großer Teil der Wertschöpfung in der Region bleibe. Die Zuverlässigkeit und der Service der einheimischen Firmen seien eben unschlagbar.

"Glücksgriff"

In Sachen Architektur werde auf Gewohntes zurückgegangen. Architektin Steffi Reichl aus Meerbodenreuth bezeichnete Pirzer als "Glücksgriff". Die traditionelle Oberpfälzer Architektur habe sie in ihren Plänen neu interpretiert und sehr gut mit bezahlbarer Architektur verbunden. Das gesamte Areal soll nach Fertigstellung eine Wohnfläche von rund 3000 Quadratmeter bieten und ist für rund 70 Bewohner konzipiert. Mit einer aktuellen Verkaufsquote von 40 Prozent sind die beiden Projektleiter sehr zufrieden.

Stellvertretender Landrat Jakob Scharf stellte bei dieser Gelegenheit fest, dass der Erwerb einer Immobilie für jeden Mitbürger ein bedeutender Teil seiner Lebensplanung sei. "Deshalb sind solche Projekte sowohl für die später darin wohnenden Menschen, für die Stadt Oberviechtach, aber auch für den Landkreis von großer Bedeutung, ja sogar Leuchttürme, an denen sich andere Kommunen orientieren können."

In dem ehemaligen Industriegebiet entstünden nun barrierefreie Eigentumswohnungen, wobei beim Bau besonders auf Energieeffizienz geachtet werde. Gerade weil im gesamten Landkreis Bauflächen Mangelware sind, sei dieses Projekt besonders zu begrüßen.

"Vorzeigeobjekt"

Auch Bürgermeister Heinz Weigl hielt mit seiner Begeisterung für dieses Projekt nicht hinterm Berg und erinnerte daran, dass die Weichen dafür bereits 2012 gestellt wurden. Dem Freistaat dankte Weigl für eine sehr gute Förderung dieser Pläne. Weigl zeigte sich überzeugt, dass daraus ein "Vorzeigeobjekt werden kann, das in die Region ausstrahlt".
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