Beratungslehrerin Stefanie Brunner rät zu einer Schullaufbahn nach Maß
Auf den Rucksack kommt es an

Rektorin Beate Vetterl (rechts) bedankte sich bei der kompetenten Referentin, Beratungslehrerin Stefanie Brunner für ihre Tipps zur Wahl der richtigen Schule. Bild: weu
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Oberviechtach
20.03.2017
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"Das bayrische Schulsystem - viele Wege führen zum Ziel": So titelte ein Elternabend für die Väter und Mütter der Drittklässler aus Teunz, Winklarn, Schönsee und Niedermurach in der Grundschule Oberviechtach. "Jedes Kind sollte seinen individuellen Weg gehen", hob Rektorin Beate Vetterl hervor.

Die bildungs- und begabungsgerechte Weiterentwicklung des Bildungsplans und die Vielfalt und Durchlässigkeit des Schulsystems in Bayern bietet laut Vetterl die Möglichkeiten für einen individuellen Weg. Unter dem Schlagwort "Nicht jedem passt derselbe Schuh" informierte Beratungslehrerin Stefanie Brunner die zahlreichen Eltern. Diese sollten sich bezüglich der Laufbahn ihres Kindes einige Fragen stellen: Was sind unsere Wünsche? Was kann unser Kind leisten? Wie soll unser Kind ans Ziel kommen?

Die Beantwortung dieser Fragen hänge auch von dem "Rucksack" ab, den das Kind durch das Leben tragen muss, also von der familiären Situation, der Begabung, den Hilfsangeboten und der seelischen Ausstattung. Entscheidend sei auch die Überlegung, wie das Kind Anforderungen bewältigt und wie es mit Misserfolgen umgeht. Neben der Intelligenz sei das Selbstbewusstsein entscheidend für die Wahl der geeigneten Schule.

"Orientieren Sie sich an den Stärken des Kindes, nicht an seinen Mängeln", legte die Beratungsfachkraft den Eltern ans Herz. Dabei sei oftmals ein "Umweg" über mehrere Schularten für Kind und Eltern besser als der gerade Weg. Mit 13 Schularten sei die Vielfalt des bayerischen Schulsystems geeignet, jedem Kind entsprechend seiner individuellen Leistungsfähigkeit den geeigneten Weg zu ermöglichen. Brunner ging auf die Schwerpunkte, die Anforderungen und Ziele der verschiedenen Schularten von Mittelschule über Realschule und Wirtschaftsschule bis zu Gymnasium, Fachoberschule und Berufsoberschulen ein und betonte: "Kinder sollen nach dem Abschluss einer Schule nicht ausgepowert sein, denn die nächste Phase erfordert wieder eine gefestigte Persönlichkeit." Eltern sollten von den vielseitigen Beratungsangeboten durch Grundschullehrkräfte, Schulpsychologen und Beratungslehrer Gebrauch machen.

Sie empfahl den Bildungswegplaner unter www.meinbildungsweg.de und weitere Informationen unter www.schulberatung.bayern.de. Rektorin Vetterl bedankte sich bei der Referentin mit einem Präsent.

Orientieren Sie sich an den Stärken des Kindes, nicht an seinen Mängeln.Beratungslehrerin Stephanie Brunner
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