11.12.2017 - 17:12 Uhr
OberviechtachOberpfalz

„Beruforientierungs-Camp“ hilft Eisenbarth-Schülern auf dem Weg in die Berufswelt

"Jeder von euch hat einzigartige Fähigkeiten", so Johannes Himmelhuber, Leiter der Jugendbildungsstätte Waldmünchen, als er die Gäste der siebten Klassen von der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule aus Oberviechtach zum "Beruforientierungs-Camp" begrüßte. Diese Fähigkeiten zu eruieren und sie dann mit konkreten Berufsprofilen in Einklang zu bringen, ist das Ziel des einwöchigen Aufenthalts.

Beim Spiel der Arbeit wurde simuliert, welche möglichen Probleme beim Start in das Berufsleben auf die Schüler zukommen könnten. Bild: akp
von Alois KöpplProfil

Die drei Klassen wurden in dieser Woche von ihren Klassenleitern Ulla Heling (7a), Ursula Baumer (7bG) und Alois Köppl (M7c) betreut, Sigrid Baier stand teilweise als Schulbegleiterin zur Verfügung. Die Finanzierung des Beruforientierungs-Camps in der Jugendbildungsstätte Waldmünchen übernahm zu jeweils 50 Prozent die Bundesagentur für Arbeit und das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus.

Das Thema der ersten Seminartage stand ganz im Zeichen der Suche nach den eigenen Fähigkeiten. Hoch im Kurs stand dabei die Teamfähigkeit, die in der heutigen Berufswelt immer wichtiger ist. Übungen und Spiele dazu führten den Teilnehmern deutlich vor Augen, dass für die Leistung einer Gruppe jeder mitverantwortlich ist. Dies ist auch für die Klassengemeinschaft von großer Bedeutung.

Seine besonderen Fähigkeiten durfte dann jeder Schüler der Gruppe in einer so genannten Selbstdarstellung präsentieren. Welche Berufe passen nun zu meinen Neigungen, Interessen und Voraussetzungen? Dieser Frage gingen dann die Teilnehmer, unterstützt von ihren Betreuern, nach und suchten nach ihren "Traumjobs". Sie analysierten diese nach Ausbildungsinhalten, Aufstiegsmöglichkeiten, Zukunftschancen, Verdienst und weiteren Kriterien.

In dem sehr anspruchsvollen "Spiel der Arbeit", einem Simulationsspiel, bei dem die kommenden ersten Jahre nach dem Schulabschluss abgebildet waren, sollte verdeutlicht werden, welche möglichen Probleme beim Start in das Berufsleben auf die Schüler zukommen können. Auf dem Ausbildungsmarkt mit einer Vielzahl von freien Stellen mussten sich die Teilnehmer beweisen. Nun galt es Bewerbungen zu schreiben, Fragen zu beantworten, Zusagen zu bekommen oder Absagen zu verkraften und sich durch Zusatzqualifikationen für den Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt weiter zu qualifizieren, um damit die Chancen auf eine freie Stelle zu erhöhen. Neben dem anstrengenden Tagesprogramm war auch einiges in der Freizeit geboten. Billard, Tischtennis, Grillen, Spiele im urigen Schlosskeller, eine Nachtwanderung und die obligatorische Schlossdico ließen bei den Teilnehmern keinerlei Langeweile aufkommen.

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